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Historische Ereignisse

Kampf um Germanien
Sonntag, 14.05.2017 14:00 Uhr
Phoenix
Sonntag
14.05.2017
14:00 Uhr
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Die Schlacht im Teutoburger Wald veränderte die Weltgeschichte - bis heute. In dem Dokumentarfilm rollen Historiker, Archäologen und Militärexperten die Varusschlacht nach heutigen Erkenntnissen der Wissenschaft noch einmal auf: Im September des Jahres 9 nach Christus vernichteten germanische Krieger unter Führung des Cheruskerfürsten Arminius in ihrem Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit die drei Legionen des römischen Statthalters Varus.
Im ersten Teil steht Arminius im Blickpunkt. Was bewog Arminius, die Seiten zu wechseln und den Aufstand gegen das Imperium anzuführen? Wie konnte der Aufstand der Cherusker gegen die mächtigste Militärmacht der Antike gelingen? Und wo fand die Schlacht, die Weltgeschichte machte, wirklich statt?
Zum Thema zeigt phoenix die Dokumenationen:

* "Der Verrat des Arminius" - Ein Film von Christian Twente und Christian Feyerabend.

Der erste Teil des Dokudramas geht dem Mythos Arminius auf den Grund: Wer war er und woher stammte er? Seit dem 15. Jahrhundert wurde Arminius als "Hermann, der Cherusker" zum deutschen Nationalhelden verklärt - und die "Varusschlacht", seltsamerweise nach ihrem Verlierer benannt, wurde als Geburtsstunde der Deutschen gefeiert. Hatte nicht bereits der römische Chronist Tacitus den jungen Krieger den "Befreier Germaniens" genannt?
"Der Verrat des Arminius" zeichnet das Leben des jungen Cheruskers nach, wie es aufgrund der römischen Quellen und der Einschätzung der modernen Wissenschaft wahrscheinlich verlaufen ist. Als germanische Geisel in Rom zum Soldaten und Bürger erzogen, kehrte er zur Unterstützung des römischen Statthalters Varus im Jahre 9. n. Chr. nach Germanien zurück und wechselte dort überraschend die Fronten. Über sieben Jahre einte er die germanischen Stämme im Kampf gegen die römische Besatzung, bis sich das Imperium 16 n. Chr. für immer aus Germanien zurückzog.
Spielszenen sowie archäologische Funde und Computeranimationen veranschaulichen und rekonstruieren das Leben im von Rom besetzten Germanien. Die auf-wändig inszenierte Schlacht von Pannonien, die virtuelle Rekonstruktion des antiken Roms, des römischen Militärlagers von Haltern und der römischen Zivilsiedlung von Waldgirmes gehören ebenso dazu wie Einblicke in das römi-sche Transport- und Versorgungssystem auf Flüssen mit Hilfe spezieller Boote, sogenannter Prahmen. Historiker gehen der Frage nach, wie groß die kulturellen Gegensätze zwischen Römern und Germanen wirklich waren und welche Motive hinter dem Bewusstseinswandel des Arminius standen. Dabei wird deutlich, dass die Germanen und ihre Haltung gegenüber Rom sehr viel differenzierter waren, als es die nationale Geschichtsschreibung später Glauben machen wollte - und dass Arminius bei seinem Aufstand gegen die Römer nicht nur die Freiheit Germaniens, sondern auch eigennützige Ziele im Sinn gehabt haben dürfte. Der Film zeigt Arminius weniger als den strahlenden Freiheitshelden einer edlen germanischen Kultur, sondern mehr als eine zwischen den Kulturen zerrissene Figur. Sie taugt nicht zum glorreichen Mythos, erlaubt aber Aufschlüsse über eine packende Übergangs- und Wendezeit der frühen Geschichte.
Nach den strukturgeschichtlichen Reihen über die germanische Völkerwanderung ("Sturm über Europa", 2002) und das Mittelalter ("Wege aus der Finsternis", 2004) sowie nach dem großen Zehnteiler "Die Deutschen" (2008) wurde auch "Kampf um Germanien" von der Kölner Firma Gruppe 5 hergestellt, deren Erfahrung mit aufwändig erzählter Geschichte innerhalb der deutschen Filmlandschaft inzwischen einmalig ist. "Kampf um Germanien" ist wieder eine Zeitreise in lange zurückliegende Welten und will diese in einer Mischung aus Spielszenen, dokumentarischem Material und Computeranimationen (CGI) lebendig und soweit möglich - fassbar machen.

* "Die Schlacht im Teutoburger Wald" - Ein Film von Christian Twente und Christian Feyerabend.

Im September des Jahres neun n. Chr. vernichteten germanische Krieger in einem beispiellosen Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit drei römische Legionen. Fast 30.000 Römer bleiben tot in den "grauenerregenden Wäldern und grässlichen Sümpfen" Germaniens zurück. Die Schlacht im Teutoburger Wald zeigt, dass das Imperium Romanum die "Barbaren des Nordens", die unbeherrschbaren Wälder Germaniens und den Einfluss des schlechten Wetters unterschätzt hatte.
Eine größere Schmach war für Rom nicht denkbar. Das römische Imperium musste sich hinter die Rheingrenze zurückziehen, die Romanisierung der Germanen war gescheitert. Die Schlacht im Teutoburger Wald veränderte die Weltgeschichte - bis heute. Wie konnte der Aufstand der Cherusker gegen die mächtigste Militärmacht der Antike gelingen? Und wo fand die Schlacht, die Weltgeschichte machte, tatsächlich statt?
Geplant wurde der Aufstand gegen das römische Imperium von dem gebürtigen Germanen Arminius, der in Rom als Römer aufgewachsen war. Als er als Reiterpräfekt zu Varus, dem Statthalter des Augustus in Germanien, beordert wurde, entdeckte er seine germanischen Wurzeln. Arminius kannte die militärischen Stärken und Schwächen der Römer. Unter seiner Führung gelang es den germanischen Hilfstruppen und Stämmen, die Römer in nur drei Tagen vernichtend zu schlagen.
Mit Hilfe von Computeranimationen visualisiert der Dokumentarfilm nicht nur das Schlachtgeschehen, sondern erweckt auch die Welt der Römer und Germanen zum Leben. So zeigt er, wie die Germanen siedelten und wie die Römer nicht nur Militärlager, sondern auch eine Stadt im "Barbaricum" bauten, um die Germanen für die römische Lebensweise zu gewinnen. Doch das gelang ihnen nicht, denn zugleich trat Varus als Statthalter Roms die lange Freiheitstradition sowie Recht und Gesetz der Germanen mit Füßen.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 14.05.2017 um 14:00 Uhr auf Phoenix.