

* Dokumentarfilm: "Alles Gut"
Der Dokumentarfilm ist ein Genre, das in Zeiten von Fake-News und Erstarken von nationalistischen und rechtsgerichteten Ideologien so wichtig ist, wie nie zuvor. Deshalb thematisiert das diesjährige Münchner DOK.Fest die Zukunft Europas. Aus dem umfangreichen Programm des Filmfestes hat "puzzle" einen besonderen Film ausgewählt, den wir Ihnen gerne präsentieren wollen. Er heißt "Alles gut" von der Regisseurin Pia Lenz. Die junge Filmemacherin begleitete ein Jahr lang zwei Kinder, die zu Geflüchteten wurden. Was erleben Kinder, die aus Krieg und Krise fliehen müssen? Welche Wege finden sie, um mit der Situation klarzukommen? Pia Lenz gelingt ein tief berührender Film in Zeiten, in denen manche Menschen nach dem Willkommensrausch von 2015 keine große Lust mehr haben, von Flucht und den Folgen zu hören. Dieser Film ändert das.
* Mikrokosmos Flohmarkt
Ein Flohmarkt ist ein kleiner Mikrokosmos. Die Welt im Kleinen. Da kommen Menschen zusammen, die sich vielleicht sonst nicht so einfach begegnen würden. Kulturinteressierte Weltenbummler und versierte Kunststammler. Menschen, die Sachen, die einst teuer und imposant waren, billig loswerden wollen, und Menschen, die dort Vieles finden, das sie sich sonst nicht leisten könnten. Auf Flohmärkten treffen verschiedene Kulturen und Traditionen zusammen. Feilschen und Handeln ist für die einen unverzichtbarer Teil des Spiels, für die anderen eine reine Geduldsprobe.
* Daniel Schreiber: "Zuhause: Die Suche nach dem Ort, an dem wir leben wollen"
250 Millionen Menschen leben heute in einem Land, in dem sie nicht geboren wurden. Und viele notgedrungen, weil sie vor Kriegen, unmenschlichen politischen Systemen oder Armut fliehen mussten. Gleichzeitig ist es in privilegierten Ländern modern, allzeit bereit auf gepackten Koffern zu sitzen. Ist ein entwurzeltes Leben cool? Oder macht es traurig? Der Schriftsteller Daniel Schreiber ist nach Jahren hipper, globaler Sause in Berlin-Neukölln heimisch geworden, dem Stadtteil, wo deutschlandweit die meisten Einwanderer leben. In seinem biografischen Essay "Zuhause" spürt er dem Fremdsein im eigenen Leben nach. Zugleich ist das Buch eine Liebeserklärung an Neukölln mit seinem rissigen Charme, der Ort, an dem sich Daniel Schreiber in seiner Heimat Deutschland zum ersten Mal wirklich zuhause fühlt.
* "Zukunft: Wohnen" - Migration als Chance für die Stadtplanung
Nach dem Zuzug von Geflüchteten steht den Verwaltungen die größte Herausforderung noch bevor. Es gilt, für alle, die ein Bleiberecht bekommen, Wohnraum zu schaffen, in dem sie langfristig bleiben können. Und nicht nur für Geflüchtete wird bezahlbarer Wohnraum gebraucht. Noch viel mehr Wohnungen sind nötig für Menschen mit geringem Einkommen, die bereits in Deutschland wohnen, Arbeitslose, Hartz-IV-Empfänger, Obdachlose, Menschen in Altersarmut. Die Zeit drängt. Architekten an der Leibniz Universität Hannover haben nun ein Buch herausgebracht, das Visionen zeigt, wie zukünftiges Wohnen bezahlbar und menschenwürdig gestaltet werden kann.
* Musiker "Dellé"
Als der Jamaikaner Bob Marley von Afrika als seiner Heimat sang, hatte er einen besonderen Fan: den damals 9-jährigen Frank, der in Ghana zur Schule ging. Heute ist Frank als Musiker "Dellé" selbst ein erfolgreicher Reggaesänger und trägt Dreadlocks. Der Sohn eines ghanaischen Arztes und einer deutschen Krankenschwester lebt seit langem in Berlin und spielt demnächst als Haupact auf dem renommierten Africa-Festival in Würzburg. Er hat "puzzle" verraten, warum ihm sein Leben mit zwei Kulturen eine besondere Kraft und Selbstbewusstsein gegeben hat.
Vielfältig und einmalig zugleich - das ist "puzzle", das InterKulturMagazin. Das Format stellt interkulturelle Themen und Menschen vor, die die Kultur und das Leben in Deutschland auf ihre Weise mitprägen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 14.05.2017 um 17:00 Uhr auf ARD alpha.