

Mit dem kirgisischen "Urpferd" hat Dschingis Khan einst Zentralasien erobert. Heute ist das kleine Steppenpferd der Mongolen fast ausgestorben. Doch es gibt Hoffnung für eine Renaissance der kirgisischen Pferdekultur. Die Kirgisen verstehen sich als Nachfahren des großen Mongolenfürsten Dschingis Khan. Sie behaupten von sich, ihre Söhne könnten reiten, bevor sie laufen lernen. Mehr als 3.000 Jahre lang züchteten sie Pferde, die in ihrer Genügsamkeit an die rauen Bedingungen des Nomadenlebens ideal angepasst sind. Aber 70 Jahre Kommunismus haben tiefe Spuren in der kulturellen Identität des zentralasiatischen Landes hinterlassen. Unter den Sowjets konnte das zierliche Kirgisenpferd nicht einmal mehr als Fleischlieferant bestehen. Pferderennen und Reiterspiele wurden ebenso abgeschafft wie die umherziehenden Barden und ihre typische Musik. Die französische Pferdeexpertin Jacqueline Ripart bemüht sich nun darum, die Zucht des kirgisischen "Urpferdes" neu zu beleben. Damit die Besitzer von Stuten und Hengsten zusammenfinden, veranstaltet sie am Issyk-Kul, einem der höchsten und schönsten Bergseen der Welt, alljährlich ein großes Reiterfestival. Berittene Bogenschützen, Bänkelsänger und die Jagd mit Adlern und Hunden gehören ebenso zum Programm wie der Ringkampf auf Pferden und natürlich Ausdauerrennen über Stock und Stein.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 08.05.2017 um 11:10 Uhr auf BR.