

Der Kinofilm "Rheingold" zeigt den Fluss ausschließlich aus der Vogelperspektive. Mit dieser Perspektive ändert sich alles, sie rückt die Mythen des Flusses, seine Traditionen und Probleme in ein neues Licht: glitzernde Rheinauen erinnern an die Karibik, Schwemmwiesen sehen aus wie die Serengeti.
Als "Vater Rhein" verleiht Ben Becker dem Rhein seine Stimme in der Ich-Form und nimmt den Zuschauer mit auf seine Reise. Die Sprecherin Anne Moll übernimmt die dokumentarischen Passagen des Films und bildet ein Pendant zur mystischen Tonalität des Rheins. Eine eigene Note setzt die Filmmusik der Experimentalkünstler Steffen Wick und Simon Detel, die Leitmotive aus dem Werk Richard Wagners zu Filmmusik verarbeitet haben und damit dem Rhein eine eigene Emotionalität geben.
Visuelles Vorbild für "Rheingold" war der erfolgreiche Cineflex-Kinofilm "Die Nordsee von oben", mit dem die Hamburger Produktionsfirma VIDICOM in Deutschland einer der Vorreiter dieser neuartigen Ästhetik im Dokumentarfilmbereich wurde. Nach der "Nordsee" folgten gut besuchte Kinofilme über die Ostsee und die Alpen.
Film von Peter Bardehle und Lena Leonhardt
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 04.05.2017 um 09:20 Uhr auf arte.