Wie am Amazonas steht auch im zweitgrößten Regenwaldgebiet der Erde, im zentralafrikanischen Kongobecken, nicht alles zum Besten: Überwirtschaftung und Entwaldung bedrohen die grüne Lunge und ihre Ureinwohner.
Doch in der Republik Kongo, Kongo-Brazzaville, gibt es Bestrebungen zur Einführung einer nachhaltigen Holzwirtschaft. Im Norden des Landes findet man Forstbetriebe, die dem aus der Kolonialzeit überlieferten Wirtschaftsmodell den Rücken kehren. Statt Raubbau im großen Stil zu betreiben, versuchen sie wirtschaftliche Interessen und Umweltschutz unter einen Hut zu bringen.
Fernab von der Hauptstadt Brazzaville folgt eine Konzession diesem neuen Ansatz. Hier zählen nicht nur der Profit, sondern auch der Erhalt des Ökosystems und der Schutz der indigenen Bevölkerung. Die Bewirtschafter arbeiten mit den Waldvölkern zusammen. Diese Menschen, früher Pygmäen genannt, kennen den Wald wie ihre Westentasche. Die Unternehmen profitieren von ihrem reichen Erfahrungsschatz und achten im Gegenzug ihre Bedürfnisse. Eine solche Symbiose erscheint selbstverständlich, wird aber nur selten praktiziert.
Die faire Holzwirtschaft wird zudem mit dem begehrten FSC-Gütesiegel belohnt, das Zugang zu neuen Märkten gibt. Ein Beispiel dafür, dass nachhaltige Forstwirtschaft durchaus rentabel sein kann! Die Dokumentation zeigt ein einzigartiges forstwirtschaftliches Experiment, das die lokale Entwicklung fördert und den internationalen Markt für exotische Hölzer bedient.
* Thementag: Von Bäumen und Menschen
Wälder gelten als grüne Lunge der Erde, denn sie nehmen Kohlendioxid aus der Luft auf und geben Sauerstoff ab. Wälder sind wichtiger denn je, da heutzutage immer mehr CO2 produziert wird. Um diese Botschaft zu verbreiten, hat die UNO den internationalen "Tag des Waldes" eingeführt. Auch ARTE feiert die Bäume - und ihre Bewahrer.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 18.03.2017 um 13:40 Uhr auf arte.