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Das Hafenduell - Hamburg contra Wilhelmshaven
Montag, 06.03.2017 22:00 Uhr
NDR
Montag
06.03.2017
22:00 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Der Stadthafen in Hamburg gerät an seine Grenzen: Die Containerschiffe werden immer größer und haben dadurch zu großen Tiefgang für die Elbe. Außerdem verursacht der Abtransport der Ladung ins Hinterland auf Hamburgs Ausfallstraßen regelmäßig Verkehrsstaus. Keine 120 Kilometer Luftlinie von der Hansestadt entfernt liegt in Wilhelmshaven ein neuer, moderner Tiefseehafen für Riesencontainerschiffe nahezu jungfräulich brach. Doch kaum ein Kapitän steuert den Hafen an.
Das Projekt JadeWeserPort in Wilhelmshaven hat die Steuerzahler rund 600 Millionen Euro gekostet. Gleichzeitig soll der Hamburger Hafen durch die Elbvertiefung attraktiver für große Containerschiffe gemacht werden. Kosten: rund 300 Millionen Euro allein für Hamburger Steuerzahler. Die Frage, ob die Elbvertiefung überhaupt kommt, wird aktuell noch vor dem Bundesverwaltungsgericht entschieden. Bleibt es bei der Kleinstaaterei auf Kosten der Allgemeinheit?
Autorin Beate Schwarz hat in beiden Häfen recherchiert. Sie ist an Bord des Containerriesen "Basle Express" von Rotterdam nach Hamburg mitgefahren und konnte dokumentieren, welche Probleme das 366 Meter lange Schiff beim Navigieren auf der Elbe hat. Aber auch, wie fortgeschritten die Lösungen heute sind, die Hafenmanager, Lotsen und Schiffsplaner immer weiter perfektionieren. Sie wollen um jeden Preis beweisen, dass sie auch für die ganz großen Schiffe gerüstet sind.
Die neuen Riesencontainerschiffe könnten den Tiefseehafen JadeWeserPort eigentlich viel zügiger als Hamburg anfahren, ohne Probleme mit Tide und Tiefgang. Doch bisher kommen in Wilhelmshaven nur wenige Schiffe an. Nicht zuletzt wegen der dürftigen Hinterlandanbindung. Immerhin gibt es ein leichtes Wachstum: Der Containerumschlag hat sich mit 427.000 TEU zuletzt verfünffacht. Dagegen steht der Hamburger Hafen mit 8,8 Millionen TEU, Tendenz stagnierend.
Beide Häfen haben ihre Vorteile. Warum kooperieren die beiden norddeutschen Standorte nicht miteinander? Die Konkurrenz im Nachbarland Niederlande rüstet derweil auf. Europas größter Containerhafen Rotterdam hat auf der Maasvlakte 2 zusätzliche Terminals eingeweiht. Ist der niederländische Hafen am Ende der "lachende Dritte"?

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 06.03.2017 um 22:00 Uhr auf NDR.