

* Portugal: Urlauber vertreiben Mieter
Lissabon ist hip. Der Tourismus boomt. So viele Immobilien wie lange nicht mehr wechseln den Besitzer. Doch so manch alteingesessener Mieter wird mal eben aus seiner Wohnung vertrieben. Denn auch viele Vermieter sehen die Chance, über Portale wie Airbnb schnell mehr Geld mit dem Wohnraum zu machen. Die Stadtverwaltung findet das nicht so schlimm, denn durch die Urlauber werde doch die Wirtschaft angekurbelt. Die Betroffenen, die ihre Wohnungen verlassen müssen, sind da ganz anderer Meinung.
* Schweiz: Experiment im Kuhstall
Wissenschaftler versuchen anhand eines Versuchsstalls herauszubekommen, wie klimaschädliche Gase in einem gewöhnlichen Rinderstall reduziert werden können. Denn die Ausscheidungen von Kühen riechen nicht nur unangenehm, sondern sind auch für die Umwelt gefährlich, da durch das Gemisch von Urin und Kot schädliches Ammoniakgas entsteht. Im Laborstall stehen die Kühe auf erhöhten Podesten. So werden die Tiere nicht gestört, wenn der sogenannte "Entmistungsschieber" die Ausscheidungen beseitigt. Die Wissenschaftler hoffen, die Umwelt so um bis zu 40 Prozent von Ammoniak entlasten zu können. Was halten die Bauern in der Praxis von diesem Experiment? Wolfgang Wanner hat Rinderbauern besucht.
* Polen: fliegende Smog-Polizei
Die Luftverschmutzung in Zywiec in Polen ist an manchen Tagen schlimmer als in Chinas Smog-Hauptstadt Peking. Und das will etwas heißen. Was den Smog angeht, gehört Zywiec zu den Top-Ten in Europa. Keine Statistik, mit der man angeben kann. Deswegen kämpft die Stadt nun mit allen Mitteln gegen Umweltsünder. Zum Einsatz kommt erstmals auch ein Riechgerät, das die Umweltfrevler aus der Luft entlarven soll. Am Boden kämpft die Stadtstreife gegen illegale Müllverbrennung.
* Thailand: chinesische Touristen verärgern Einheimische
Die Wirtschaft des Landes ist auf den Tourismus angewiesen.
Doch in jüngster Zeit zieht es vor allem Urlauber aus China
nach Thailand. Und diese Feriengäste kommen nicht überall gut
an. Hotelbetreiber beschweren sich über das ungehobelte
Auftreten der asiatischen Nachbarn. China hat bereits einen
eigenen Verhaltenskodex für die eigenen Landsleute
herausgegeben, um im Ausland nicht negativ aufzufallen.
* Türkei: Deutsch-Türken fliehen
Die Deutschtürkin Müge will nicht mehr. Ihr reicht es. Sie liebt zwar die Türkei und Istanbul, doch die meisten ihrer Freunde haben im letzten halben Jahr das Land verlassen. Jetzt geht auch sie zurück nach Deutschland. Die Hauptgründe: Terror und die Politik der türkischen Regierung. Die Demokratie in der Türkei sei unter Druck, glaubt Müge. Das sieht ihr Freund Serkan genauso. Auch er will inzwischen seine Heimat verlassen. Vor fünf bis zehn Jahren waren vermehrt Deutsch-Türken nach Istanbul gekommen, weil sie zum einen ihren Wurzeln nachspüren wollten und zum anderen das Leben in der Stadt am Bosporus sehr modern und weltoffen war. Die Zahl der Neuankömmlinge ist in letzter Zeit stark gesunken.
Die Weltbilder blicken Woche für Woche bis zum Horizont und weiter. Sie erzählen die wichtigen Geschichten aus dem Ausland: bildstark und informativ. Julia-Niharika Sen zeigt zusammen mit den ARD-Korrespondenten weltweit den Alltag der Menschen im nahen und fernen Ausland: in packenden Reportagen, spannenden Geschichten und berührenden Porträts.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 24.02.2017 um 00:50 Uhr auf tagesschau24.