

* Griechenland: Lebensgefahr in den Krankenhäusern
Die Situation in griechischen Krankenhäusern ist mehr als besorgniserregend. Ungefähr 3.000 Menschen sterben dort jährlich an einer Infektion. Grund: Eine Krankenschwester oder ein Krankenpfleger betreut im Schnitt 40 Patienten. Handschuhe, Verbandsmaterial oder antiseptische Seife sind Mangelware. Der Sprecher der Krankenhausangestellten ist alarmierend ehrlich: "Aufgrund der großen Sparmaßnahmen, die gefordert sind, sterben viele, die auch hätten überleben können." Die Regierung weiß von der dramatischen Situation, hat versprochen 8.000 Ärzte und Krankenschwestern einzustellen, aber wann? "Das Gesundheitsministerium zog von Athen nach Brüssel", so beschreiben es die Angestellten.
* Schweiz: Wer darf ein Schweizer werden?
Sie sind in der Schweiz geboren und sie fühlen sich wie Schweizer. Doch sie sind es nicht. Sie arbeiten und zahlen Steuern in der Schweiz. Doch mitbestimmen dürfen sie nicht. Das könnte sich ändern, denn die Schweizer können nun abstimmen, ob die sogenannten Terzos, die Einwanderer in der dritten Generation, künftig die erleichterte Einbürgerung erhalten können. Betroffen wären vor allem Kinder ehemaliger italienischer Gastarbeiter. Die rechtspopulistische SVP (Schweizer Volkspartei) läuft Sturm gegen eine erleichterte Einbürgerung. Sie hätte zwar nichts gegen Italiener, aber künftig seien es eben Kinder von Flüchtlingen, die dann über das Schicksal der Schweiz mitbestimmen dürften. Mit Plakaten, auf denen Burkaträgerinnen abgebildet sind, warnt sie vor unkontrollierter Masseneinbürgerung. Die Anti-Islamkampagne scheint viele Bürger in der Schweiz einzufangen, denn seitdem sinkt die Zustimmung zur erleichterten Einbürgerung. Während die Befürworter eine offene Schweiz wollen, haben Gegner Angst vor Überfremdung.
* Afghanistan: Lauftreff für Frauen
Wenn die jungen Frauen in Masar-i-Scharif für Wettläufe trainieren, wird extra der Park gesperrt. Frühmorgens um sechs Uhr treffen sie sich dort zum gemeinsamen Joggen. Niemand soll ihnen dabei zu nah kommen können, aus Sicherheitsgründen. Es gibt genügend Extremisten, die Sport
treibende Frauen töten wollen. Auch Trainerin Nilofar hat Morddrohungen erhalten. Aber sie lässt sich von Angst nicht kleinkriegen: Sie hat bereits den Wüstenmarathon in Gobi absolviert und tut alles dafür, dass sich Frauen in Afghanistan frei bewegen können. Nilofar studiert Medizin und betreibt nebenher ihr eigenes Business mit ihrem Bruder: Zusammen mit anderen Frauen näht sie Fußbälle zusammen. Arbeitsplätze bedeuten Freiheit für die Frauen in Afghanistan.
* Irak: der Motorrad-Club in Bagdad
"Wenn wir gemeinsam durch die Straßen fahren, dann fühlt sich das Land sicher an", sagt einer von 130 Mitgliedern der Iraq Bikers, dem ersten und bislang einzigen Motorrad-Club der irakischen Hauptstadt. Im Irak legen Männer auf Männlichkeitsattribute großen Wert. Und Benzin haben fast alle im Blut. Da scheint es nur normal, dass es einen Motorrad-Club gibt. Doch Bagdad ist nicht normal und eben auch nicht sicher. Ihre Kutten schneidern sie selbst. Auch die Ersatzteile für die zu veredelnden Motorräder sind oft Marke Eigenbau. Es ist offenbar schwierig, original Harley-Davidson-Teile zu einigermaßen normalen Preisen nach Bagdad zu bekommen. Die harten Typen auf ihren blitzenden Bikes sehen aus wie in anderen Ländern auch. Nur die im Westen übliche Biker- "Folklore" sucht man beim Iraq Bikers Club vergeblich.
* Irak: Der Motorrad-Club in Bagdad
"Wenn wir gemeinsam durch die Straßen fahren, dann fühlt sich das Land sicher an", sagt einer von 130 Mitgliedern der Iraq Bikers, dem ersten und bislang einzigen Motorrad-Club der irakischen Hauptstadt. Im Irak legen Männer auf Männlichkeitsattribute großen Wert. Und Benzin haben fast alle im Blut. Da scheint es nur normal, dass es einen Motorrad-Club gibt. Doch Bagdad ist nicht normal und eben auch nicht sicher. Ihre Kutten schneidern sie selbst. Auch die Ersatzteile für die zu veredelnden Motorräder sind oft Marke Eigenbau. Es ist offenbar schwierig, original Harley-Davidson-Teile zu einigermaßen normalen Preisen nach Bagdad zu bekommen. Die harten Typen auf ihren blitzenden Bikes sehen aus wie in anderen Ländern auch. Nur die im Westen übliche Biker- "Folklore" sucht man beim Iraq Bikers Club vergeblich.
* Serbien: undichte Balkanroute
Ahmad Usmani ist 19 Jahre alt. Vor einem Jahr war er noch Besitzer eines Handyshops in Jalalabad, Afghanistan. Dann wurde er von der Taliban angegriffen und schwer verletzt. Schließlich hat er Afghanistan verlassen und konnte sich bis nach Serbien durchschlagen. Seit drei Monaten sitzt er in Belgrad fest, wie Tausende anderer Flüchtlinge auch. Ihre Unterkunft: eine Lagerhalle ohne Toilette, ohne Strom, ohne fließendes Wasser. Es ist eiskalt. Will Ahmad duschen, muss er sich bei einem ambulanten Arzt eine Bescheinigung holen, dass er Läuse habe. Nur so kann er alle paar Wochen einmal eine mobile Duscheinheit benutzen. Manchmal gibt es Tage ohne eine warme Mahlzeit. Ahmad wartet darauf, dass er einen Schleuser findet, der ihn weiter nach Westeuropa bringen kann. Die serbischen Behörden schauen weg.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 11.02.2017 um 16:30 Uhr auf tagesschau24.