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Historische Ereignisse

Berühmte Expeditionen
Sonntag, 15.01.2017 14:00 Uhr
Phoenix
Sonntag
15.01.2017
14:00 Uhr
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Ob zu Land oder mit dem Schiff in unerforschte Gegenden der Welt: Seit jeher fasziniert das Unbekannte den Menschen und führt ihn an fremde Orte. Sie haben als Seefahrer die Welt umsegelt, neue Kontinente entdeckt oder die Artenvielfalt der arktischen Fauna erforscht. Als Naturforscher begeben sie sich in die unwirtlichsten Regionen der Welt und erzählen Geschichten über das Leben in der Wüste oder in der Antarktis. Die Dokumentationsreihe "Berühmte Expeditionen" lädt ein in die weite Welt der Entdecker und Forschungsreisenden und zeigt Bilder, die man selbst ansonsten kaum zu sehen bekommt.
Die Dokumentationen:

* "Expedition in die Wüste - Johann Ludwig Burckhardt" - Ein Film von Friedrich Klütsch

Im Frühjahr 1809 erreicht ein junger Kaufmann mit Namen "Sheikh Ibrahim" das syrische Aleppo und lässt sich dort für zwei Jahre nieder. Angeblich kommt er aus Indien, tatsächlich aber handelt es sich um den Schweizer Johann Ludwig Burckhardt, der im Auftrag der britischen "African Association" als Geheimagent unterwegs ist.
Akribisch hat er bereits in Cambridge die Grundlagen der arabischen Sprache gelernt, in Aleppo wird er jetzt nicht nur sein Arabisch, sondern vor allem auch seine Tarnung vervollkommnen. Denn als Muslim verkleidet will er wagen, was bisher noch keinem gelang: die Erkundung des Niger in Zentralafrika. Anders als seine Vorgänger, die den Fluss von seiner Mündung her über West und Nordafrika erreichen wollten, setzt Burckhardt auf die Ostroute. Er plant, sich in der Verkleidung des arabischen Händlers der großen Pilgerkarawane anzuschließen, die alljährlich von Mekka aus über Kairo nach Timbuktu zieht.
Seinen ersten Streckenabschnitt, von Aleppo nach Kairo, legt Burckhardt über Land zurück und entdeckt dabei am 22. August 1812 die lang verschollene Wüstenstadt Petra. Die Entdeckung wird in England gebührend gefeiert, doch nicht der Entdecker. Denn sollte seine Tarnung auffliegen, schwebt er in Lebensgefahr. In Kairo angekommen, verschiebt sich Burckhardts Aufbruch Richtung Niger immer wieder. Der Schweizer nutzt die Zeit zu Expeditionen. Dabei entdeckt er die Felstempel von Abu Simbel in Nubien und gelangt selbst an die heiligen Stätten von Mekka und Medina. Als Agent im Auftrag britischer Kolonialpolitik aufgebrochen, macht ihn die Expedition in die Wüste zu einem wahren Freund und Kenner der islamisch-arabischen Welt.
Den Niger sollte Johann Ludwig Burckhardt alias "Scheich Ibrahim" allerdings nie erreichen. Am 18. Oktober 1817 stirbt der Entdecker in Kairo an der Ruhr. Bei seiner Beerdigung nach muslimischem Ritual folgen sowohl Europäer als auch Araber, Christen und Muslime seinem Leichnam.
200 Jahre nach der Wiederentdeckung Petras begleitet "Terra X" Robert Atzorn auf seiner Spurensuche in die Wüste und findet dabei einen der ersten "Brückenbauer" zwischen Abend- und Morgenland, denn bis heute liefern Burckhardts Aufzeichnungen wichtige Erkenntnisse für das Verständnis der islamischen Welt.

* "Warum Kolumbus zu spät kam: Die wahre Entdeckung Amerikas" - Ein Film von Maria Awes und Andy Awes.

Bereits im 14. Jahrhundert besuchten Polynesier den amerikanischen Kontinent. Als Beweis dafür dienen der Wissenschaft Knochenfunde auf der Arauco-Halbinsel im südlichen Chile. Sie stammen allerdings nicht von polynesischen Seemännern, sondern von ihren Hühnern. Archäologen untersuchten den Fund und verglichen dessen DNA mit polynesischen Hühnerknochen aus der Zeit - sie stimmten überein. Demnach hatten Polynesier die Hühner nach Amerika gebracht.
Allerdings waren die Polynesier wohl nicht die Ersten auf dem Kontinent: Wissenschaftler vermuten, dass noch vor Leif Eriksson das Schiff des Wikingers Bjarne Herjolfsson im Jahr 985 von einem Sturm an die Küste Nordamerikas gespült wurde.
Die Karibikfahrt des Christopher Kolumbus galt fast fünf Jahrhunderte lang als historischer Markstein für die Entdeckung Amerikas. Inzwischen haben Wissenschaftler die Leistung des Genuesers relativiert.
Schon lange vor 1492 erreichten Menschen Amerika per Schiff. Anfang des 11. Jahrhunderts segelte und ruderte der Wikinger Leif Eriksson bis nach Neufundland. Doch auch er war wohl nicht der erste Entdecker der "Neuen Welt". In mindestens zehn alten Kulturen gibt es Erzählungen über lange Schiffsreisen und die Landung an einer großen Landmasse.
Neue Ausgrabungen und DNA-Tests legen nahe, dass zumindest auch Chinesen und Polynesier vor Kolumbus in Amerika an Land gingen. ZDF-History zeigt den spannenden historischen Indizienprozess um den Ruhm des wahren Entdeckers des amerikanischen Kontinents.

* "Höllentrip Antarktis - Shackletons Retter" - Ein Film von Leanne Pooley und Tim Woodhouse.

Kapitän Frank Worsley heuert im Jahr 1914 auf der "Endurance" an, um Sir Ernest Shackleton und seine Expedition durch die Antarktis zu steuern. Doch das Schiff bleibt im Packeis stecken. Dem Eis ausgeliefert, wäre das Schicksal der Crew besiegelt - gäbe es da nicht die außergewöhnlichen Navigationskünste ihres Kapitäns ...
Im Oktober 1914 nimmt Kapitän Frank Worsley unter dem Kommando von Sir Ernest Shackleton Kurs auf die Antarktis: Sie wollen den eisigen Kontinent durchqueren. Doch nur 60 Meilen vor der Küste bleibt ihr Schiff im Packeis stecken. Langsam wird es von den Eismassen zerquetscht. Die Mitglieder der Expedition sind jetzt nahezu schutzlos den lebensfeindlichen Wetterbedingungen der Antarktis ausgesetzt.
Sie müssen hungern und frieren. Ganze 15 Monate wird es dauern, bis sie endlich in ihren Rettungsbooten nach Elephant Island aufbrechen können. Unter Einsatz nahezu übermenschlicher Kräfte schafft es Worsley, die Mannschaft dorthin zu bringen. Doch an diesem unbewohnten Felshaufen im Südpolarmeer führen keine Schiffsrouten vorbei. Hier gibt es nicht die geringste Chance auf Rettung.
Ein weiteres Mal lässt Shackleton ein Rettungsboot zu Wasser, dieses Mal sind neben ihm und Kapitän Worsley nur noch vier weitere Männer an Bord. Vor ihnen liegen 800 Meilen auf dem gefährlichsten Ozean der Welt - und das im stürmischen Winter. Nur vier Mal in über zwei Wochen gelingt es Worsley, bei Sturm und endlosen Regengüssen mit seinem Sextanten die Position zu bestimmen.
Aber schon die geringste Ungenauigkeit kann dazu führen, dass das kleine Boot das rettende Ufer nie erreichen wird.
"Höllentrip Antarktis - Shackletons Retter" erzählt die Geschichte dieser Expedition zum Südpol und der Rettung aus tödlicher Gefahr zum ersten Mal aus der Perspektive des Kapitäns Frank Worsley. Durch den Einsatz hochwertiger und bewegender Spielszenen werden die Strapazen der Rettung hautnah erlebbar. Nur dank Worsleys seemännischen Könnens erreichten die Boote unter widrigsten Bedingungen durch Packeis, Meeresströmungen und Winterstürme den rettenden Hafen - vor 100 Jahren am 24.April 1916.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 15.01.2017 um 14:00 Uhr auf Phoenix.