ESC zum Schließen · Enter zum Suchen

Weltbilder

Moderation: Julia-Niharika Sen
Samstag, 14.01.2017 07:45 Uhr
tagesschau24
Samstag
14.01.2017
07:45 Uhr
Teilen:
Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild


* Westjordanland/Palästinensische Gebiete: Die Waisenkinder von Bethlehem

Unerwünscht und verstoßen, nicht nur von den Eltern, sondern von der ganzen Gesellschaft. Mutter und Vater sitzen im Gefängnis, weil sie eine außereheliche Beziehung eingingen. Das ist ein Verbrechen in der muslimisch geprägten Gesellschaft im Westjordanland, für das es mehrjährige Haftstrafen gibt. Das Kind der beiden kam im Gefängnis auf die Welt, ohne wirkliche Familie. Und so ist das christliche Waisenhaus in Bethlehem seine letzte Zuflucht. Schwester Denise nimmt das Mädchen in ihre Obhut. "Diese Kinder müssen ohne Eltern aufwachsen, wie ein Baum ohne Wurzeln. Es ist eine so ungerechte Gesellschaft," klagt die Schwester. Das einzige Waisenhaus für Babys und Kleinkinder in den palästinensischen Gebieten liegt nur 800 Meter von Jesus` Geburtsort entfernt.

* Thailand: Als Mann hin, als Frau zurück

In Thailand boomt die Geschlechterumwandlungsbranche. In wohl kaum einem anderen Land unterziehen sich so viele Menschen einer Geschlechtsumwandlung. Die bürokratischen Hürden in Thailand sind gering. So haben sich viele Ärzte darauf spezialisiert Geschlechtsumwandlungen vorzunehmen. In einigen Praxen gibt es ein "Paar neue Brüste" bereits für 1000 US-Dollar. Besonders Ausländer zählen zu den zahlenden Kunden. Da es in ihren Heimatländern oftmals viel schwieriger und teurer ist, eine Geschlechtsumwandlung vorzunehmen.

* Pakistan: Ehrenmorde erschüttern das Land

Mehr als 1000 Frauen im Jahr werden in Pakistan Opfer sogenannter Ehrenmorde. Es ist die eigene Familie, die zum größten Feind der Frauen wird. Meist sind es die Väter oder Brüder, die die grausamen Taten begehen. Die Regierung versucht mit schärferen Gesetzen dagegen vorzugehen - so gilt die Familienehre nun nicht mehr als mildernder Umstand. Doch das allein wird den Frauen nicht helfen.

* Mexiko: Frauenpower gegen Korruption

Jeden Morgen um 6.30 - ein Dienstwagen holt die Chefin ab. Insgesamt 400 Verkehrspolizistinnen im Bundesstaat Mexiko stehen unter ihrem Befehl: Comandante Rosalva, wie sie alle nennen. Nur Frauen gibt es in ihrer Einheit. Ihre Aufgabe: Den miserablen Ruf der Polizei aufzupolieren. Und nicht die Hand aufzuhalten bei Verkehrskontrollen, wie sehr viele männliche Kollegen. Frauen gelten als weniger aggressiv und korrupt. Deswegen wurde die Einheit gegründet. Und tatsächlich mehr Frauen in der Polizei heißt weniger Korruption. Das Konzept hat Erfolg.

* Japan: Katastrophenübung für Ausländer

Japan-Korrespondent Uwe Schwering hat an einer Katastrophenübung in Tokio teilgenommen: "Damit man als Gaijin, als Ausländer wie ich, nicht selbst zur Katastrophe wird, indem man nämlich nicht weiß, was zu tun ist und den Einheimischen im Wege steht, deswegen gibt es den "Disaster Drill": das Einmaleins des Katastrophentrainings für ahnungslose Zugezogene." 200 Ausländer machen mit. Ein seltener Anblick im erwünscht homogenen Japan. Ein Erfahrungsbericht.

Produktion: Stefanie Roehrig\nRedaktionelle Leitung: Claudia Buckenmaier\n

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 14.01.2017 um 07:45 Uhr auf tagesschau24.