Eine Autostunde von Dubrovnik entfernt reicht die Adria an der Westküste Montenegros tief hinein ins Festland. Sie bildet dort auf einer Länge von 29 Kilometern die Boka Kotorska, die Bucht von Kotor, einen stark gewundenen Fjord. Die Hafenstädte an der Bucht von Kotor genossen über einen langen Zeitraum eine weitgehende Autonomie und verfügten über einen gewissen Reichtum, der sich noch heute an ihrer prachtvollen Architektur ablesen lässt. Auf dem Meeresgrund ruhen vor der Küste die Wracks zahlloser osmanischer Schiffe, die einst in die Bucht vorzudringen versuchten. Heute legen jeden Tag große Frachtschiffe im Hafen von Kotor an. Und mehr als 5.000 Touristen bevölkern täglich die Gassen des malerischen Städtchens. Das ist der Preis der Moderne.
Mit Hilfe von Geologen, Historikern und Anwohnern sowie atemberaubender Luftaufnahmen ergründet die Serie "Wie das Land, so der Mensch" die Geschichte einiger der spektakulärsten Landstriche Europas. Raphaël Hitier führt durch die Serie, erforscht die historische Entwicklung der Landschaften und erkundet die örtliche Flora und Fauna. Dabei geht es stets um das Wechselspiel zwischen Menschen und Umgebung: Die Umwelt wird durch Landwirtschaft, Pflanzen- und Tierzucht gestaltet und prägt ihrerseits Mentalität und Identität ihrer Bewohner.
Detailscharfe Luftaufnahmen liefert ein kleiner unbemannter Hubschrauber, der als "Zuschauerauge" Bebauungen und örtliche Gegebenheiten aus einer neuen und originellen Perspektive erfasst.
Dokumentationsreihe Frankreich 2013
Regie: François Chayé\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 09.01.2017 um 08:10 Uhr auf arte.