Teil 1 und 2 der Michelangelo-Trilogie beschäftigten sich mit den Hauptwerken des Bildhauers und Malers Michelangelo. , die er mit Ausnahme des „Jüngsten Gerichts“ in der Sixtinischen Kapelle (1534-1541) bereits im Alter von 40 Jahrenmit dem Grabmal für Papst Julius II. in San Pietro in Vincoli in Romabgeschlossen hatte. Bis zu seinem Lebensende schuf ernur noch 15 weitere, mehr oder weniger vollendete Skulpturen sowie die Auftragsarbeit „Das Jüngste Gericht“.
Michelangelo war vor allem auch ein begnadeter Zeichner. Unter seinen vielen Zeichnungen finden sich Studien zahlreicher niemals umgesetzter Werke. Derletzte Teil der Trilogie schließt mit der Betrachtung des Spätwerks Michelangelos, der im Alter von 88 Jahrenals einer der erfolgreichsten und wegweisenden Künstler seiner Epoche 1564 in Rom starb.
Hector Obalk ist Filmemacher und Kunstkritiker aus Leidenschaft. In drei neuen Folgen seiner Dokumentationsreihe „Grand’Art“ wirft er seinen strikt subjektiven und unkonventionnellen Blick diesmal auf das Werkdes großen Michelangelo (1475-1564), genialer Bildhauer, Baumeister, Maler und Dichter der italienischen Hochrenaissance Voller Begeisterung und Bewunderung, mit Sinnlichkeit, Humor und großer Fachkenntnis taucht Obalk mit grandiosen Bildern in das Universum Michelangelos ein. Dank der außergewöhnlichen Kameraführung erlebt man Michelangelos berühmte Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen hautnah und bis ins kleinste Detail enthüllt. Kunstgeschichte à la Obalk, das bedeutet: keine Experteninterviews, keine biografischen Details. Es zählt einzig der unverstellte Blick auf das Oeuvre und die Freude an der Kunst.
Die drei Dokumentationen zeigen alle großen Werke Michelangelos: die römische „Pietà“ im Petersdom, den „David“, das Rundbild der „Madonna Doni“ in den Uffizien in Florenz, die Sixtinische Kapelle im Vatikan, der heute im Louvre ausgestellte „Sterbende Sklave“, das Grabmal für Papst Julius II. in San Pietro in Vincoli, die unzähligen Aktzeichnungen und schließlich die unvollendeten Skulpturen aus seinen letzten Lebensjahren.
In der dreijährigen Drehzeit sammelten Hector Obalk und sein Team mehr als 43 Stunden Rohmaterial, filmten mit Sondergenehmigungen an sonst unzugänglichen Orten insgesamt 350 seiner Werke. In der Peterskirche in Rom bauten sie ein zwölf Meter hohes Gerüst auf und filmten die „Pietà“ im Profil.
Regie: Hector Obalk\nProduzent: ARTE F\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 25.12.2016 um 05:55 Uhr auf arte.