Im Osten Ungarns scheint über der letzten großen Ebene Europas der Horizont unendlich zu sein. Die unermesslich weite Steppenlandschaft ist eine Wiege der Ausgeglichenheit und Freiheit für Menschen und Tiere.
Sophie Massieu durchstreift mit ihrem Hund Pongo diese einmalige Region, die von Reitern und Hirten auf traditionelle Lebensweise bewohnt wird. Im Gestüt von Mata entdeckt die Journalistin eine kräftige und elegante Pferderasse, die Nonius-Pferde. Als Erben der Napoleonischen Kriege des 19. Jahrhunderts sind sie der ganze Stolz der Puszta-Bewohner, insbesondere der Pferdehirten, der sogenannten Csikos, die schon seit Jahrhunderten der Pferdezucht nachgehen.
Sophie Massieu erfährt alles über ihre Arbeitsweise, von der Peitsche bis zum traditionellen Hut, und ihr Talent in der Pferdedressur. Vom Hirten Attila begleitet, begegnet Sophie alten Tierarten, die geschützt in der Puszta leben: ungarische Steppenrinder mit enormen Hörnern und Zackelschafe. Die weiten Flächen der Puszta sind auch Jagdgebiet für Falkner und ihre Greifvögel, die vieles mit der Puszta gemein haben: Sie sind Teil einer wilden, mit Respekt gezähmten Natur.
In der Dokumentationsreihe "Was Du nicht siehst" erkundet die junge französische Journalistin Sophie Massieu die Welt auf ihre ganz eigene Art, denn Sophie Massieu ist blind. Gemeinsam mit ihrem Hund Pongo bereist sie alle Kontinente und besucht ungewöhnliche Orte rund um den Globus. Dabei entdeckt Sophie Massieu ihre Umgebung mit allen ihr zur Verfügung stehenden Sinnen - und so lernt auch der Zuschauer, die Welt "mit anderen Augen" zu sehen.
Regie: Yann L'Hénoret\nProduzent: ARTE F\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 24.12.2016 um 06:35 Uhr auf arte.