Der Film "Rheingold" zeigt den Fluss ausschließlich aus der Vogelperspektive. So rücken die Mythen des Flusses, seine Traditionen und Probleme in ein neues Licht - glitzernde Rheinauen erinnern an die Karibik, Schwemmwiesen sehen aus wie die Serengeti.
Als "Vater Rhein" verleiht Ben Becker dem Fluss seine Stimme in der Ich-Form und nimmt den Zuschauer mit auf eine faszinierende Reise. Die Sprecherin Anne Moll übernimmt die dokumentarischen Passagen des Films und bildet ein Pendant zur mystischen Tonalität des Rheins.
Eine eigene Note setzt die Filmmusik der Experimentalkünstler Steffen Wick und Simon Detel, die Leitmotive aus dem Werk Richard Wagners zu Filmmusik verarbeitet haben und damit dem Rhein eine eigene Emotionalität geben.
Die filmische Reise führt insgesamt durch sechs Länder. Es ist ein bildgewaltiger und poetischer Film, der viele unbekannte Gesichter des gewaltigen Flusses zeigt und seine Mythen, Traditionen und Innovationen in ein neues Licht rückt sowie ganz unerwartete Facetten des Rheins aufdeckt.
Visuelles Vorbild für "Rheingold - Gesichter eines Flusses" war der erfolgreiche Cineflex-Kinofilm "Die Nordsee von oben", mit dem die Hamburger Produktionsfirma Vidicom in Deutschland einer der Vorreiter dieser neuartigen Ästhetik im Dokumentarfilmbereich wurde. Nach der Nordsee folgten gut besuchte Kinofilme über die Ostsee und die Alpen.
Film von Peter Bardehle, Lena Leonhardt, Sigrid Faltin
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 18.12.2016 um 20:15 Uhr auf WDR.