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Italien, meine Liebe

Die Küste Kampaniens - Thema: Italien
Sonntag, 11.12.2016 14:20 Uhr
arte
Sonntag
11.12.2016
14:20 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Seit Jahrhunderten hebt und senkt sich die Küste bei Pozzuoli um mehrere Meter. In diesem Gebiet liegt die Solfatara, ein 150 Quadratkilometer großer Supervulkan. Die antike Stadt Baia - auf der anderen Seite der Bucht, direkt gegenüber von Pozzuoli gelegen - war der mondänste Vergnügungsort des Römerreichs. Ein Großteil der antiken Pracht ist durch die unterirdischen Vulkanaktivitäten langsam im Meer versunken. Ein Team aus Biologen, Forschern und Architekten erforscht jetzt die Unterwasser-Überreste.
Auf der anderen Seite vom Golf von Neapel steht der schlafende Riese: der Vesuv. Der Vulkan war in der Vergangenheit sehr aktiv, aber seit dem letzten Ausbruch 1944 befindet er sich in einer Ruhephase. Das mediterrane Klima und die äußerst fruchtbaren vulkanischen Böden machen die Landwirtschaft rund um den Vulkan sehr ergiebig. Am Fuße des Vesuvs wird auf dem schwarzen Lavasand eine einzigartig aromatische Tomatensorte angebaut. Salvatore Acampora ist der zweitgrößte Produzent der Region.
Nach einem Besuch im historischen Stadtzentrum von Neapel geht es 80 Kilometer weiter in den Süden: Am Südrand der sorrentinischen Halbinsel liegt die Küste von Amalfi. Sie verdankt ihren Ruhm einer spektakulären Steilküste mit malerischen Orten. Seit 1997 gehört sie zum UNESCO-Welterbe.
Die Punta Campanella ist die natürliche Grenze zwischen dem Golf von Neapel und dem Golf von Sorrent und seit 1997 Natur- und Meeresschutzgebiet. Antonino Miccio leitet ein Team von Umweltschützern, das in dem Schutzgebiet gegen den Plastikmüll kämpft. Denn die Gewässer rund um Punta Campanella sind Lebensraum für eine Vielzahl von gefährdeten Tieren und Pflanzen.
Die Alpen fallen steil ins Meer - eine bizarre, aber traumhafte Landschaft, Olivenhaine, Berg- und Fischerdörfer. Das ist Ligurien. Weiter südlich, in der Toskana, wird es weicher und lieblicher. In Kampanien brodelt es unter der Erde, rund um den Vesuv liegen antike Stätten und fruchtbare Anbaugebiete. Die Küste Italiens ist abwechslungsreich wie kaum ein anderer Landstrich Europas. ARTE reist einmal rund um den Stiefel. Die Dokumentationen zeigen Teile der italienischen Küste aus völlig neuer Perspektive und bekannte wie weniger bekannte Regionen mit den Menschen, die sie prägen.
Dokumentationsreihe Deutschland 2013
Im Wintermonat Dezember widmet ARTE dem sonnigen Lieblingsland aller Deutschen und Franzosen einen ganzen Tag – mit Spielfilm, Dokumentationen und Konzerten. Am Sonntag, 11. Dezember führt zunächst die Reihe „Italien, meine Liebe“, an den malerischen Küsten des Mittelmeerstaates entlang – von Ligurien, über die Toskana, Kampanien, Apulien bis Venedig und Triest. Auf rund 8.000 Kilometern bietet Italiens Küste nicht allein schöne Badestrände, ihre oft unberührte Natur ist auch eine unerschöpfliche Inspirationsquelle.
Am Nachmittag geht es nach Rom in die Villa Medici. Kein zweiter Ort hat so viele namhafte Künstler beherbergt wie dieses mondäne Gebäude. Zu ihren Gästen gehörten Größen wie Bizet, Ingres, Berlioz, Fragonard und Debussy. In diesem Jahr feiert die französische Künstlerresidenz ihr 350-jähriges Bestehen. ARTE zeigt die Kulturdokumentation „Die Villa Medici – 350 Jahre Akademie de France in Rom“ in einer deutschen Erstausstrahlung.
Von Rom geht es nach Mailand: Auf dem Domplatz der norditalienischen Metropole gibt sich das Orchester der weltberühmten Mailänder Scala die Ehre, zusammen mit der argentinischen Pianistin Martha Argerich, unter Leitung des italienischen Dirigenten Riccardo Chailly. Das „Konzert auf dem Mailänder Domplatz“ ist ebenfalls eine TV-Premiere.
Der Sonntagabend ist einem der bedeutendsten Regisseure des europäischen Kinos gewidmet: Luchino Visconti. In seinem monumentalen Filmkunstwerk „Der Leopard“ von 1962 zeichnet der Sohn eines Grafen ein scharfsichtiges historisches und gesellschaftliches Panoramabild Italiens Mitte des 19. Jahrhunderts, wobei er die Aristokratie von innen zeigt und mit ihr sowohl mitleidlos als auch liebevoll umgeht. Im Anschluss zeigt ARTE als TV-Premiere das Porträt „Luchino Visconti, vom Film besessen“, das sowohl die Herkunft als auch das Leben und Schaffen des Filmemachers beleuchtet.
In einem weiteren Doku-Porträt geht es direkt danach um den „Italiener par excellence – Marcello Mastroianni“, der unter anderem in zwei Filmen Viscontis mitwirkte. Der Rest der Nacht gehört dann wieder der Musik: zunächst dem Pianisten Maurizio Pollini, und später dem Barockkomponisten Antonio Vivaldi und einem für Konzerte eher unbekannten Zupfinstrument: der Mandoline.

Regie: Emanuela Casentini\n

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 11.12.2016 um 14:20 Uhr auf arte.