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Weltbilder

Moderation: Julia-Niharika Sen
Freitag, 18.11.2016 00:30 Uhr
tagesschau24
Freitag
18.11.2016
00:30 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild


* Rumänien: die Bären sind los

Ein wilder Bär mitten in der Stadt. Die Polizei reagiert hilflos. Keiner schafft es, ihn zu betäuben. Erst als der Bär in einem Hinterhof feststeckt, schießt die Polizei. Der Bär stirbt, Tierschützer protestieren. Die Polizei erschießt ein wehrloses Tier? So einfach wie es scheint, ist diese Geschichte nicht. Besonders die Menschen auf dem Land leiden unter den Bären. Immer wieder werden Menschen angegriffen. Bauern verlieren ihre Schafe und Kühe an die Bären. Doch Entschädigungen für die getöteten Tiere gibt es keine.

* Kenia: Trauerprofis auf Beerdigungen

Ein kräftiger Schluck selbst gebrauter Schnaps: Prost. Rhodia Adhiambo alias Mama Afrika bereitet sich zusammen mit ihren Kollegen auf den Auftrag an diesem Tag vor, so wie jeden Freitagmorgen in Kisumu in Westkenia. Die Arbeit beginnt vor der Leichenhalle. Hier geht es freitags zu wie andernorts auf einer Kirmes. Beerdigungen werden in Westkenia groß gefeiert. Wer es sich leisten kann, engagiert professionelle Trauergäste wie Mama Afrika. Engagiert werden sie von den hinterbliebenen Familien. Das Motto heißt dabei: je lauter getrauert wird, desto
wichtiger war der oder die Verstorbene. Nicht alle schätzen es, dass für "Weinen auf Knopfdruck" Geld fließt. Umgerechnet bis zu 200 Euro kann eine Gruppe professioneller Trauernder an einem Wochenende verdienen. Viel Geld in dieser sonst armen Gegend.

* Japan: die Dörfer sterben aus

Im kleinen Dorf Tsukigi liegt das Durchschnittsalter bei rund 80 Jahren. Das Dorf droht auszusterben. Doch es gibt einen, der dagegen kämpft: Hideto Ueji. Mit Karaoke, Handyfortbildung und viel Energie versucht er das Unmögliche. Angesichts von Landflucht und der rapide vergreisenden Bevölkerung ein Wettlauf mit der Zeit. Es gibt viele Orte wie Tsukigi im Land. Japan droht auszusterben.

* Großbritannien: digitale Nomaden

Der Wald ruft. Und Stef Roberts beginnt zu suchen: nach dem perfekten Schlafplatz. Jede Nacht schläft Stef Roberts in einem anderen Waldstück. Er könnte sich eine Wohnung leisten. Aber er will nicht. Der 29-Jährige schläft lieber in einer Hängematte
unter freiem Himmel. Entschleunigen vom Tempo der Welt. Verzicht statt Konsum. Ein avantgardistisches Lebenskonzept einer Generation, die mit der Globalisierung groß geworden ist. Digitale Nomaden werden Menschen wie Stef genannt. Das
Zuhause ist da, wo das Netz ist. Sein Arbeitsplatz ein Café. Hauptsache Netz und Strom. Er arbeitet freiberuflich als Videoanimateur.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 18.11.2016 um 00:30 Uhr auf tagesschau24.