Tausend Jahre ist er alt, der Brihadeshvara-Tempel von Thanjavur, und man sieht es ihm nicht an. Im Mittelalter hat er als Festung gegen anstürmende Feinde gedient und später Zerstörungsversuchen fanatischer Moslems widerstanden. Heute ist er ein bedeutender Wallfahrtsort der Hindus, ein beliebter und belebter Tempel.
Thanjavur, etwa 350 Kilometer südlich von Madras (jetzt auch Chennaj) genannt, eine große, aber unbedeutende Provinzstadt im indischen Bundesstaat Tamilnadu, war zu Beginn des elften Jahrhunderts die Hauptstadt des Cola-Reichs, dessen Macht weit über die Grenzen des heutigen Indien reichte. Aus dieser frühen Blütezeit der Stadt ist allein der Brihadeshvara-Tempel geblieben, erbaut von König Rajaraja in den Jahren 1002 bis 1010. Es ist ein Tempel von beeindruckender Größe und Schönheit - Gott Shiva geweiht.
Der Film zeigt den gut erhaltenen Tempel und seine noch immer zahlreichen Besucher. Er lässt die Zuschauer etwas von der sinnlichen Heiterkeit des Hinduismus spüren, der Frömmigkeit und Lust ganz mühelos zusammenführt. Sogar die Wurzeln des üppigen indischen Films finden sich im Tempel.
Die wertvollsten Natur- und Kulturdenkmäler der Welt schützt die UNESCO seit 1972 als "Erbe der Menschheit". Die Fernsehreihe "Schätze der Welt" erzählt von diesen Orten in eindrucksvollen Bildern.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 10.11.2016 um 07:35 Uhr auf SR.