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Die Kunst der Anpassung

China, das Dach der Welt - Thema: Tag der Wissenschaft
Freitag, 04.11.2016 07:45 Uhr
arte
Freitag
04.11.2016
07:45 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Unberührte Hochebenen und -gebirge prägen den Westen Chinas. Die Landschaften der hohen Himalaya-Gipfel, der Wüste Gobi und der von Wäldern flankierten tibetischen Hochebene sind atemberaubend und zugleich unwirtlich. Das Klima ist hart, die Luft enthält nur wenig Sauerstoff und die Sonneneinstrahlung ist besonders stark. Wer hier überleben will, muss sich anpassen.
Im Norden des Himalayas erhebt sich majestätisch das Hochland von Tibet, die höchstgelegene und weitläufigste Ebene der Welt. Mehr als 5.000 Meter über dem Meeresspiegel trotzen wildlebende Yaks den widrigen Bedingungen. Das Herz und die Lungen der besonders zähen Rinderart sind doppelt so groß wie die seiner in tieferen Gefilden lebenden Artgenossen.
Das Hengduan-Gebirge gehört zwar nicht zum Himalaya, entstand jedoch ebenfalls durch den Zusammenstoß der Indischen mit der Eurasischen Kontinentalplatte. Die Hänge sind so steil, dass die Tiere nicht von einem Tal ins nächste gelangen können. Die Forscher bezeichnen solche Gebirgsgebiete, in denen die Evolution autonom von der Umgebung neue Arten hervorbringt, als Sky Islands. Ein besonders spektakuläres Beispiel für dieses Phänomen sind die Stumpfnasenaffen. Sie teilen sich die Reliktwälder mit dem Großen Panda, dem bekanntesten Tier Chinas. Der Panda ist der seltenste Bär auf der Welt. Ursprünglich gehörte er wie der Grizzly und der Eisbär zu den Fleischfressern. Doch im Laufe der Evolution entwickelte sich der Panda zum Vegetarier. Jahrzehntelang gab dieser seltsame Ernährungswandel den Wissenschaftlern Rätsel auf. Ist vielleicht eine Genmutation der Grund?

* Tag der Wissenschaft

Anlässlich der Fête de la Science, die in ganz Frankreich vom 8. bis 16. Oktober 2016 veranstaltet wird, bietet ARTE ein ebenso unterhaltsames wie lehrreiches Sonderprogramm. Das Tagesprogramm geht den Geheimnissen der Tierwelt nach: „Wie Tiere fühlen” zeigt spektakuläre Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung. Sind Tiere empathisch, altruistisch, fair und gar gerecht?
„Die Kunst der Anpassung” ist eine hochwertige internationale Reihe, die anhand verblüffender Beispiele erklärt, wie sich Tier- und Pflanzenarten durch kontinuierliche Evolution ihre Anpassungsfähigkeit an die Umwelt bewahren.
"Xenius - Geheimnisvolle Pflanzen - Sind sie uns ähnlicher als wir denken?" geht der Frage nach, ob Pflanzen fühlen, planen, Feinde abwehren oder sogar miteinander kommunizieren können Antwort gibt der Bonner Pflanzenforscher Professor Dieter Volkmann.
Am Abend erwarten den Zuschauer weitere Highlights: Die Anfänge der Polarforschung sind voller Abenteuer und Dramen. Als einer ihrer Pioniere gilt Jean-Baptiste Charcot, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts Daten in der Arktis sammelte, von denen Wissenschaftler bis heute profitieren. ARTE begibt sich auf seine Spuren in eine der lebensfeindlichsten Regionen der Erde.
Im Anschluss folgt „Mission Rosetta - Reise zum Ursprung des Lebens”, über die Landung der Raumsonde auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko.

Regie: Li Bing\nProduzent: ARTE F\n

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 04.11.2016 um 07:45 Uhr auf arte.