ESC zum Schließen · Enter zum Suchen

Wunderschön!

Sagenhafter Harz - Vom Brocken bis nach Quedlinburg
Montag, 31.10.2016 20:15 Uhr
HR
Montag
31.10.2016
20:15 Uhr
Teilen:
Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Tamina Kallert und Rainer Schulze fahren mit der Brockenbahn, gezogen von einer Dampflok, auf den Brocken, der im Volksmund auch Blocksberg genannt wird. Der Sage nach treffen sich hier in der Nacht vor dem 1. Mai die Hexen zum Tanz. Auf dem 1.142 Meter hohen Gipfel herrschen extreme Witterungsbedingungen: an 300 Tagen im Jahr Nebel, 176 Tage bedeckt von Schnee, an 85 Tagen Temperaturen unter 0 Grad Celsius, mit 1.610 Millimetern Niederschlag pro Jahr der regenreichste Punkt im nördlichen Mitteleuropa. Tamina Kallert und Rainer Schulze sehen sich die Wetterwarte, den Brockengarten und die "Stasi-Moschee" an.
Die beiden wandern vom Brocken hinunter bis nach Schierke. Kleine Hexen an den Bäumen kennzeichnen den Weg. Gegenüber der Schnarcherklippe befindet sich die Schierker Feuersteinklippe, Wahrzeichen des Ortes und Namensgeber des bekannten Kräuterlikörs. Tamina Kallert besucht die traditionsreiche Apotheke, in der vor rund 90 Jahren der Magenhalbbitter erfunden wurde. Anschließend geht es weiter entlang des Hexenstiegs durchs romantische Bodetal, von Treseburg bis Thale, dem wohl schönsten Teil des Wanderwegs, und dann mit der Seilbahn hinauf auf den sagenumwobenen Hexentanzplatz.
Quedlinburg lockt mit über 1.200 mittelalterlichen Gebäuden aus acht Jahrhunderten. Seit 1994 gehört das "Märchen aus Fachwerk" zum UNESCO-Welterbe. Eine kundige Stadtführerin zeigt Tamina Kallert die schönsten Plätze: den historischen Marktplatz, die Straße "Hoken", in der die Armen ihren Krempel verhökerten, und das Schloss, das schon oft als Filmkulisse diente. Auch Wernigerode, die 800 Jahre alte Stadt am Fuße des Brocken, lockt mit einer filmreifen Kulisse: das mittelalterlich anmutende Heideviertel, das Residenzschloss und die Krellsche Schmiede von 1678, das Rathaus mit den Neidköpfen und der Brunnen am Nicolaiplatz. Rainer Schulze schmückt seine exklusive Stadtführung mit Geschichten aus "seinem" Wernigerode.
Wer im Harz vom Harzer Roller spricht, meint nicht den streng riechenden, fettarmen, meist rollenförmigen Käse aus Quark. Tatsächlich bezeichnet Harzer Roller dort eine beliebte Kanarienvogelrasse, die früher von den Bergleuten im Oberharz, speziell in Sankt Andreasberg, zum Nebenerwerb gezüchtet wurde. Das Besondere dieser gelben Vögel: Sie singen sehr angenehm melodisch, abwechslungsreich und mit scheinbar geschlossenem Schnabel. Tamina Kallert stellt das einzigartige Kanarienvogelmuseum in St. Andreasberg vor.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 31.10.2016 um 20:15 Uhr auf HR.