Viktoria von dem Bussche nennt sich selbst die "Mutter der deutschen Gartenfestivals". Als junge und bürgerliche Frau kam sie auf die neugotische Ippenburg in Bad Essen in Niedersachsen, heiratete Mitte der 1970er-Jahre den Schlossherrn Philip Freiherr von dem Bussche und wurde so zur Freifrau. Nach der Kindererziehung suchte Viktoria eine neue Aufgabe und begann auf dem weitläufigen Gelände ihre Gärten zu gestalten. Vor allem ihr Küchengarten, mittlerweile Deutschlands größter, liegt der Freifrau am Herzen.
Um dieses kostspielige Hobby zu finanzieren, wurde die Idee "Gartenfestival" auf dem Anwesen rund um den Familiensitz geboren. Die Anfänge waren mit 30 Ausstellern verhalten. Doch über die Jahre wurden die Veranstaltungen weit über Bad Essen hinaus bekannt. Heute kommen 200 Aussteller. Die Veranstaltungen geben dem Gelände nach jeweils wochenlanger Vorbereitung Jahr für Jahr ein neues Gesicht.
Doch jetzt tritt die agile 63-Jährige als Frontfrau nach 20 Jahren ab. Mit dem Stabswechsel beim finalen Herbstfestival ist dann in der kommenden Saison die nächste Generation gefragt. Viktoria legt die Regie in die Hände ihres Sohnes Viktor und seiner israelischen Frau Deborah. Das Porträt aus der Reihe "Typisch!" begleitet die Freifrau in den turbulenten letzten Wochen als Festival-Chefin.
Produktion: Thomas Kay\nAutor: Britta Nareyka, Claus Halstrup\nRedaktionelle Leitung: Susanne Wachhaus\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 24.10.2016 um 11:40 Uhr auf NDR.