Weder in Bonn, Moskau oder Washington lagen Pläne vor, wie es nach dem Fall der Mauer weitergehen könne.
Mit seinem 10-Punkte-Plan setzte Kohl einen starken Impuls in Richtung Einheit, der auf ein geteiltes Echo stieß. Zum wichtigsten Stolperstein wurde die Bündniszugehörigkeit eines wiedervereinigten Deutschlands. Gorbatschow verlangte, dass die NATO nicht auf das Gebiet der DDR ausgeweitet wird. Bush war gegen eine solche Abmachung, und Kohl stand dazwischen.
Was dann passiert, darüber diskutieren die Historiker noch heute. Sicher ist: Das wiedervereinigte Deutschland bleibt in der NATO, und Bonn gewährt Moskau zinslose Milliardenkredite. Doch wie hängt das eine mit dem anderen zusammen? Und was wurde Gorbatschow vielleicht unter der Hand versprochen?
Der Film gibt Antworten auf eine Frage, die seit der neuen Konfrontation zwischen dem Westen und Russland in der Ukraine-Krise neue Aktualität gewonnen hat. Zeitzeugen und namhafte Historiker aus Deutschland, den USA und Russland erklären und diskutieren, wie es wirklich war.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 24.09.2016 um 14:15 Uhr auf Phoenix.