125 Jahre Oder-Spree-Kanal - zum Wasserweg gehört eine lange Geschichte der Suche nach einer Verbindung zwischen den Flusssystemen von Oder und Elbe, zwischen Schlesien und Berlin bzw. Hamburg. Theodor erzählt davon. Und auch, wie Schiffe mit einer mächtigen Schleuse "über den Berg" getragen werden. Theodor berichtet, wie Leuchttürme an Müggelsee und Oder-Spree-Kanal für die Küsten entwickelt wurden, von Prominentenpartys in Müllrose und einem U-Boot-Kapitän aus Fürstenwalde.
Berlin und der Friedrich-Wilhelm-Kanal
Was wäre Berlin eigentlich ohne Brieskow, Lindow oder Müllrose? Nichts! Der 1668 eröffnete Friedrich-Wilhelm-Kanal sorgte erstmals für einen Schifffahrtsweg zwischen Breslau und Hamburg. Das kleine märkische Städtchen Berlin wurde zum Umladepunkt. Hier konnten dank breiterer Flüsse die Waren auf größere Schiffe geladen werden. Rund um diesen Packhof - heute nahe des Hauptbahnhofs - entwickelte sich das städtische Leben.
* Die Zwillingsschachtschleuse Eisenhüttenstadt
Sie überwindet 14 Meter Höhenunterschied und ersetzt drei einzelne Schleusen: Die Zwillingsschachtschleuse ist eine technische Meisterleistung. Und sehenswert ist sie obendrein: Eine Art Ozeanriese aus Stahl und Beton. Moderator Gerald Meyer erkundet das Bauwerk und welche Geschichten dahinterstecken.
* Der Party-Ort Müllrose
Hans Albers und Heinz Rühmann sollen hier gefeiert haben. Ein Schlösschen am Oder-Spree-Kanal wurde in den 1940er-Jahren zum Partyort - auch als die Hauptstadt schon in Trümmern lag.
* Vom Binnenschiffer zum U-Bootfahrer
Der Fürstenwalder Binnenschiffer Bruno Vowe schaffte im Zweiten Weltkrieg den Sprung auf die Weltmeere. Als Kommandant des U-Boot-Versorgers “Fürstenwalde” wurde er zum gefeierten Helden seiner Stadt. Ein Besuch der Crew in der Patenstadt geriet zum Großereignis. Vowe war ein strammer Nazi. Noch in der Kriegsgefangenschaft feierte er mit seinen Kameraden den “Führergeburtstag”. Sein U-Boot setzte er 1943 selbst auf Grund, nachdem es durch britischen Beschuss beschädigt wurde.
* Die Seezeichentester
Wo testet man am besten Seezeichen? Ganz bestimmt nicht an einem märkischen See, oder? Doch! Ausgerechnet am Müggelsee in Friedrichshagen wurde 1913 das erste deutsche Seezeichen-Versuchsfeld eröffnet. Ein Grund: die Nähe zur Industrie. Der Berliner Gaslaternen-Produzent Pintsch hatte in den Jahren zuvor eine Fabrik für Seezeichen errichtet - der Oder-Spree-Kanal sicherte ihm den Zugang zu den Küstenorten.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 22.08.2016 um 05:50 Uhr auf RBB.