Die ersten Mangroven auf den Bahamas entstanden vor 50 Millionen Jahren. Die Sumpfgebiete in tropischen Küstenregionen galten schon immer als wild und gefährlich. Vor kurzem wurde die wichtige Rolle der im Salzwasser gedeihenden Mangrovenbäume für zahlreiche Arten auf den Bahamas nachgewiesen. Sie bilden eine Art Puffer zwischen Land und Meer, schützen die Küste vor Abtragung und können sogar Orkanschäden mindern, denn ihr tief ins Wasser getauchtes bizarres Wurzelgeflecht dient als Wellenbrecher.
Die Mangrovenwälder bilden einen idealen Lebensraum für über 100 Arten. Dort tummeln sich Zackenbarsche, Langusten, Barrakudas, Flamingos, Krebse, Reiher, Haie und viele andere für das Ökosystem unentbehrliche Tierarten, die die kulturelle Identität der Bahamas prägen. Die Mangroven verfügen über eine zwanzigmal größere Artenvielfalt als die Seegrasflächen in der Umgebung, da unter den Baumwurzeln auch kleinere Tiere überleben können, die hier Schutz vor den größeren und ihnen überlegenen Räubern finden.
Dokumentationsreihe Kanada 2015
Regie: Ian Herring\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 21.08.2016 um 07:00 Uhr auf arte.