Martin Luther erhebt sich zum furchtlosen Gegenspieler der Heiligen Väter. Der gelehrte Theologe kritisiert den Ablasshandel, mit dem das Geld für das ausschweifende Leben der Päpste beschafft werden soll - und für den Neubau des Petersdoms. Papst Leo X. hält prunkvoll Hof wie ein Renaissancefürst und beschäftigt die berühmtesten Künstler seiner Zeit wie Raffael. Das Erbe seiner verschwendungssüchtigen Vorgänger wird Clemens VII. zum Verhängnis. Er verwickelt sich in eine Folge politischer Fehlentscheidungen - bis er am Ende aus Rom fliehen muss. Doch das Papsttum überlebt die "Schreckensjahre" des 16. Jahrhunderts, weil im Vatikan eine erfolgreiche Fehlerkorrektur betrieben wird, die in der Petersdomkuppel Michelangelos ihr strahlendes Symbol findet.
In der dritten Folge der dreiteiligen Reihe "Imperium der Päpste" begibt sich Maximilian Schell auf eine Zeitreise zu den "letzten Tagen von Rom". Der Leiter der päpstlichen Historiker-Kommission, Walter Brandmüller, analysiert das persönliche Fehlverhalten der Renaissancepäpste, das entscheidend zur Spaltung der Kirche beitrug.
Film von Michael Gregor
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 01.08.2016 um 06:45 Uhr auf Phoenix.