Wie die Erde ist der menschliche Körper ein Planet, auf dem sich inmitten faszinierender Landschaften wildes Leben tummelt. Erstmals spürt eine mikroskopische Filmsafari diesen verschiedenen Lebensformen im und auf dem menschlichen Körper nach. Diese Organismen gedeihen und konkurrieren, ernähren und vermehren sich, entstehen und sterben.
Im Laufe der Reise wird deutlich, dass einige dieser Lebewesen nützlich und sogar lebensnotwendig für den Menschen sind, andere ihm wiederum schaden. Dennoch sind alle Teil eines ausgeklügelten Ökosystems, das sich im Laufe der Evolution entwickelt hat. Die Anzahl der Bakterien, die der menschliche Körper beherbergt, ist größer als die der Zellen, aus denen er besteht. Jeder Mensch ist also in ständiger Interaktion mit unzähligen Mikroorganismen.
Der zweite Teil führt in das düstere, geheimnisvolle und für das menschliche Auge unerreichbare Körperinnere. Es ist ein Labyrinth voller Abgründe und unterirdischer Flüsse, in denen oft extreme Bedingungen herrschen. Trotzdem haben sich zahlreiche Lebewesen an dieses lebensfeindliche Ambiente angepasst. Abgesehen von einigen größeren Parasiten wie dem Bandwurm ist der menschliche Körper vor allem von Mikroorganismen besiedelt. Vom Mund bis in die Eingeweide wimmelt es von Bakterien, die ihrem Wirt große Dienste erweisen und manchmal sogar lebensnotwendig sind. Erst dieser stetige Austausch mit Tausenden Mikroorganismen macht den Menschen zum Menschen.
Der menschliche Körper ist wie die Erde: ein Planet, der von den schönsten und bizarrsten Lebewesen bewohnt wird. Auf diesem Planeten bilden faszinierende Mikroorganismen ein ausgeklügeltes Ökosystem, das der Zweiteiler "Planet Mensch" erstmals aus nächster Nähe zeigt. Franck Courchamp, Ökologe und Forschungsdirektor an der französischen Forschungsorganisation CNRS, betrachtet den Körper wie eine Landschaft in der Natur, da dieser einen ähnlichen Besiedelungsprozess durchgemacht hat wie unsere Erde.
Regie: Pierre-François Gaudry\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 19.07.2016 um 17:40 Uhr auf arte.