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Eisbären auf der Flucht

Freitag, 15.07.2016 18:00 Uhr
Phoenix
Freitag
15.07.2016
18:00 Uhr
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Die Suche nach den Chancen für den einstigen König der Arktis liefert auch Daten über Auswirkungen des Klimawandels auf den Menschen.Die Zeit drängt: Wird die globale Klimaerwärmung nicht sofort gestoppt, werden manche Eisbär-Populationen in 20 bis 30 Jahren um 60 Prozent zurückgehen. Das prognostizieren Wissenschaftler wie der Klimaforscher Dirk Notz und die Wildtierbiologin Sybille Klenzendorf. Bei ihrer Forschungsreise an der Beaufortsee im äußersten Norden Alaskas, wo eine der wichtigsten Eisbär-Populationen weltweit zu Hause ist, untersucht Klenzendorf Anzahl und Zustand der Eisbären. Noch vor elf Jahren lebten hier 1500, nun sind es nur noch 900. Und bei diesen Tieren findet man Hinweise auf Unterernährung. Dirk Notz vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie will herausfinden, welche Bedeutung die Erderwärmung für die Ausdehnung des Meereises hat. Bei seiner Spitzbergen-Expedition findet er Wasser, wo Meereis sein sollte. Und das Eis, das noch da ist, wird immer dünner. Immer häufiger stößt man dort auf verhungerte Tiere.
Die Veränderungen im Packeis schreiten offenbar so schnell voran, dass den Eisbären keine Zeit bleibt, sich den veränderten Bedingungen anzupassen. Ihr Überleben hängt von festem Meereis ab, da sie nur dort jagen können. In der „Eisbärenhauptstadt“, dem kanadischen Churchill, stöbern die weißen Riesen immer öfter auf Mülldeponien nach Futter. Auf der Suche nach Futter dringen sie in Wohnsiedlungen vor – nicht ungefährlich für die dort lebenden Menschen.
Klimaforscher Notz ist sicher: Die vom Menschen verursachte globale Erwärmung ist verantwortlich für den Rückgang des Eises. Das Schicksal des letzten Viertels des Arktischen Meereises und die Zukunft der Eisbären liegen in unseren Händen.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 15.07.2016 um 18:00 Uhr auf Phoenix.