Als das Römische Reich bereits dem Untergang geweiht war und weder Rom noch Mailand dem Hofe Sicherheit bieten konnten, wurde Ravenna zur Hauptstadt des Weströmischen Reichs. Ihre Kirchen und Mausoleen stammen alle aus jener Zeit. Vor allem die Kirchen bestechen durch ihre farbenprächtigen Mosaiken, denen man ihr Alter nicht ansieht.
26 Jahre lang herrschte der Ostgote Theoderich der Große von Ravenna aus über Italien und bot dem Kaiser in Konstantinopel die Stirn. Nach seinem Tod zerfiel die Herrschaft, die Goten wurden von Kaiser Justinians Armeen vernichtet. Nicht ein einziges Bild Theoderichs blieb in Ravenna erhalten. Sein mächtiges Mausoleum aber steht noch heute unversehrt da. Von welcher Seite man sich Castel del Monte auch nähert, der vollkommen symmetrische, achteckige Bau mit einem Kranz von ebenfalls achteckigen Türmen erscheint immer gleich. Der Baukörper formt so eine "steinerne Krone Apuliens".
Der Bauherr Friedrich II. trug vier goldene Kronen: Er war deutscher König, römischer Kaiser, König von Jerusalem, und schon als Dreijähriger wurde der Stauferkönig in Palermo zum König über Sizilien gekrönt. Friedrich II. wurde bewundert und gehasst, als Erlöser prophezeit und als Antichrist verflucht. Ob er je das Castel del Monte betrat, darüber gibt es kein Zeugnis.
Die wertvollsten Natur- und Kulturdenkmäler der Welt schützt die UNESCO seit 1972 als "Erbe der Menschheit". Die Fernsehreihe "Schätze der Welt" erzählt von diesen Orten in eindrucksvollen Bildern.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 11.07.2016 um 07:00 Uhr auf Phoenix.