Tagsüber arbeitet René als Altmetallhändler, er sammelt Schrott und fährt ihn zu den großen Schrottplätzen. Ein mühsamer Job für einen, der einmal Rechtsanwalt werden wollte. Abends zieht er sich zurück und schreibt Abenteuergeschichten, die an seine Kindheit anknüpfen und an die glückliche Zeit, als seine Großfamilie mit dem Wohnwagen "auf Reise" ging. Als der Vater die Familie verlässt, endet das Glück der Familie jäh. René stürzt sich ins Lernen, er möchte seine Mutter stolz machen. Doch sie stirbt an einem Herzinfarkt. Daraufhin erscheint ihm alles sinnlos - René flüchtet in Drogen. Und die sind im Umfeld der U.S. Kasernen in Franken damals leicht zu bekommen. Die Sucht kostet ihn beinahe das Leben. Erst nach zwölf Jahren kann er sich durch eine intensive Therapie befreien. René holt seinen Schulabschluss nach. Sein Weg hat ihm gezeigt, dass auch junge Sinti eine Perspektive brauchen, und er gründet deshalb eine Schule, um sie Romanes, die alte Sprache der Sinti, zu lehren. Und er begeistert seine Schüler für die Geschichte ihres Volkes, das einst von Indien nach Europa gewandert ist.
Regie: Constanze Hegetusch\nAutor: Constanze Hegetusch\nKontakt: Christian Baudissin\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 04.07.2016 um 21:00 Uhr auf BR.