Vor allem im Süden Mexikos existieren noch immer zahlreiche indigene Sprachen. Im entlegenen Nebelwald in den Bergen des Bundesstaates Oaxaca werden Tonalsprachen benutzt. Seit Jahrhunderten pfeifen die Menschen dort, um in der weiten Berglandschaft besser kommunizieren zu können. Bis heute gibt es Regionen, in denen die antike Pfeifsprache praktiziert wird. Wie etwa in dem Tal in Nord-Oaxaca, dem "La Cañada". Schon seit 2000 Jahren dient es als Handelsrute zwischen Zentralmexiko und Südmexiko.
Im Bundesstaat Oaxaca leben insgesamt mehrere indigene Völker. Es gibt 16 verschiedene ethnische Gruppen, die 62 verschiedene Sprachen sprechen. Manche von ihnen kommunizieren mit einem komplexen Pfeif-System, das sich oft als das effizientere Medium zur Kommunikation erweist.
Normalerweise beherrschen nur Männer diese Sprache. Frauen können sie zwar verstehen, aber praktizieren sie nicht. Einige ältere Männer können ganze Unterhaltungen durch Pfeifen führen. Das Kamerateam begleitet den Linguisten Mark Sicoli aus Alaska, der hierher kam, um die Pfeifsprache zu untersuchen und zu dokumentieren.
Dokumentationsreihe USA 2012
Regie: Daniel Duncan\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 22.06.2016 um 15:20 Uhr auf arte.