Dachse sind hierzulande nicht selten, aber von jeher scheu. Früher wurde auch mal ein Dachs geschossen, wenn er den Besitztümern von Bauern zu nahe kam. Heute lässt man die "Stinker", so nennt man Dachse auch wegen ihrer Abwehrstoffe, gewähren. Dachse haben eine Art Freibrief, denn sie sind possierlich, unauffällig und schaden dem Menschen nicht.
Wenn es dunkel wird, unternehmen die erwachsenen Mitglieder des Dachs-Clans kilometerweite Ausflüge in die Umgebung, um nach etwas Fressbarem Ausschau zu halten. Wählerisch sind sie dabei nicht. Der Bauer, auf dessen Grund der Dachsbau liegt, weiß ein Lied davon zu singen: Schon so manches Huhn verschwand auf Nimmerwiedersehen.
Film von Angelika Sigl
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 04.06.2016 um 10:00 Uhr auf BR.