Nach mehr als 17 Jahren Bauzeit ist es am 1. Juni soweit. Im Schweizer Kanton Uri wird der längste Eisenbahntunnel der Welt, der neue Gotthardtunnel, feierlich eröffnet. 57 Kilometer Tunnel, gefräst durch gnadenlos hartes Gestein. Maßgeblich von den Tunnelbohrmaschinen der Firma Herrenknecht. Sie sitzt im kleinen badischen Dorf Allmannsweier und ist Weltmarktführer für Tunnelvortriebsmaschinen. Der Film erzählt die Geschichte der Firma Herrenknecht vom Zweimannbetrieb bis hin zum Global Player.
Mittlerweile gibt es kaum ein Land, in dem die Herrenknecht-Maschinen noch nicht gebohrt haben. Tunnelvortriebsmaschinen sind mehr als 100 Meter lange Ungetüme, fast 6.000 PS stark. Nicht nur Stollen werden mit ihnen ins Gestein getrieben, sondern auch die fertigen Tunnelröhren erstellt. Im Hochgebirge, im Gotthard-Massiv und auch beim Bahnprojekt Stuttgart 21 werden sie eingesetzt.
Gegründet hat die Firma der Maschinenbau-Ingenieur Martin Herrenknecht, der die väterliche Sattlerwerkstatt nicht übernehmen wollte und mit den Bohrköpfen ein Bilderbuch-Selfmademan geworden ist. Inzwischen bauen und betreiben etwa 7.000 Mitarbeiter weltweit die Riesen-Bohrer. Noch immer ist die Firma geprägt vom charismatischen Firmengründer Martin Herrenknecht. Trotz mancher Offerten will er mit seiner Weltmarktfirma das badische Dorf nicht verlassen.
Autor: Joachim Auch\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 01.06.2016 um 18:15 Uhr auf SWR.