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Historische Ereignisse

40. Todestag von Ulrike Meinhof
Sonntag, 08.05.2016 14:00 Uhr
Phoenix
Sonntag
08.05.2016
14:00 Uhr
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* Deutsche Lebensläufe: Ulrike Meinhof

Film von Johannes Unger und Sascha Adamek
Ulrike Meinhof war das prominenteste Mitglied der RAF. Vor dem Sprung in den Untergrund hatte sie als Journalistin und Kolumnistin der Zeitschrift "konkret" die Positionen der Linken formuliert. Dann 1970 der Bruch: Ulrike Meinhof beteiligt sich in Berlin an der gewaltsamen Befreiung von Andreas Bader, der wegen Brandstiftung im Gefängnis sitzt. Johannes Unger und Sascha Adamek gehen den Lebensspuren von Ulrike Meinhof nach. Zu Wort kommen Zeitzeugen, die sie unmittelbar kannten und ihren Weg aus verschiedenen Perspektiven miterlebten.
Sonntag, 9. Mai 1976. Muttertag. Beamte der Justizvollzugsanstalt Stammheim öffnen die Tür zur Zelle 719. Im Gitter des linken Zellenfensters hängt der leblose Körper jener Frau, die als führendes Mitglied einer terroristischen Vereinigung und als "Staatsfeindin Nr. 1" angeklagt ist - Ulrike Meinhof. Ihr Tod ist der vorläufige Höhepunkt einer Auseinandersetzung zwischen dem Staat und einer kleinen Gruppe militanter Weltverbesserer, die der Bundesrepublik den Krieg erklärt hat - der "Roten Armee Fraktion".
Die gewaltsame Befreiung von Andreas Baader gilt als Geburtsstunde der RAF. Wie wurde aus einer christlichen Pazifistin eine gewaltbereite Untergrundkämpferin? Wie wurde aus einer renommierten Journalistin eine "Staatsfeindin"? Waren es "die deutschen Verhältnisse", die der linke Verleger und Meinhof-Freund Klaus Wagenbach seinerzeit verantwortlich machte? Oder war der "bewaffnete Kampf", den Ulrike Meinhof ausgerufen hatte, vielmehr Ausdruck ganz persönlicher Vereinsamung und Verzweiflung?
Johannes Unger und Sascha Adamek gehen den Lebensspuren von Ulrike Meinhof nach. In der Dokumentation kommen Zeitzeugen zu Wort, die Ulrike Meinhof unmittelbar kannten und ihren Weg aus verschiedenen Perspektiven miterlebten: der Verleger Klaus Wagenbach, der Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust, die Meinhof-Freundinnen Peggy Parnass und Erika Runge, die RAF-Mitglieder Monika Berberich und Manfred Grashof, Freunde und Nachbarn aus der Jugendzeit sowie die Journalistin Bettina Röhl, Tochter von Ulrike Meinhof.

* Die RAF: Tödliche Illusion

Film von Ricarda Schlosshan
Am 14. Mai 1970 befreiten Gudrun Ensslin und Ulrike Meinhof den fünf Wochen zuvor gefassten Andreas Baader gewaltsam aus dem Gefängnis. Gemeinsam mit einer Handvoll Gesinnungsgenossen gaben sie ihre legale Existenz auf und gingen in den Untergrund. Es war der Beginn der RAF. ZDF-History rekonstruiert die Eskalation der Gewalt der RAF bis zum blutigen Höhepunkt des Terrors 1977. Angehörige von Opfern schildern Ohnmacht und Schmerz angesichts des gnadenlosen - und bis heute reuelosen - RAF-Terrors.
Mit der Gründung der RAF einher ging die Radikalisierung eines kleinen Teils der protestierenden Studenten von 1968. Die Hoffnung der "Roten Armee Fraktion", als bewaffnete Avantgarde eine Revolution in der Bundesrepublik auslösen zu können, war von Beginn an tödliche Illusion. Zeitzeugen und Experten erklären das Phänomen des Terrorismus in der Bundesrepublik und seine Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 08.05.2016 um 14:00 Uhr auf Phoenix.