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Akte D - Die Macht der Stromkonzerne
Mittwoch, 04.05.2016 22:00 Uhr
BR
Mittwoch
04.05.2016
22:00 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Die Energiewende und die anhaltend hohen Strompreise gehören zu den Themen, die in Deutschland am heftigsten diskutiert werden. Selten beleuchtet wird dabei allerdings, wie die Strukturen entstanden sind, auf deren Basis die Stromerzeuger jahrzehntelang ein profitables Geschäft betrieben haben und so zu einer der mächtigsten Branchen Deutschlands wurden, die die Energiepolitik stets nach ihren Interessen beeinflusst hat.
Schon früh entstand in Deutschland ein Stromkartell. Seine Macht war so groß, dass Pläne zu einer Verstaatlichung dieser Schlüsselbranche nie zur Ausführung kamen - nicht in der Weimarer Republik, nicht während der NS-Zeit und auch nicht während der Zeit der alliierten Besatzung nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Zuge des Kalten Krieges machten die Amerikaner zudem ein folgenschweres Angebot: Staaten, die auf eigene Atomwaffen verzichten, sollten Unterstützung bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie erhalten. Der Einstieg in die Atomenergie wurde mit teuren Zugeständnissen erkauft - Jahrzehnte später der Ausstieg auch wieder. In all den Jahren haben die deutschen Verbraucher die höchsten Preise in Europa bezahlt. Erst jetzt, durch die Energiewende, könnte die Macht der Stromkonzerne ins Wanken geraten.
"Akte D" ist eine neue, investigative Dokumentationsreihe, die die Zuschauer auf Spurensuche in die Vergangenheit mitnimmt und mit Mythen und Glorifizierungen der deutschen Nachkriegszeit aufräumt. 2015 wurde diese Reihe mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.
Ein Film von Florian Opitz

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 04.05.2016 um 22:00 Uhr auf BR.