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Mit dem Zug durch ...

Den Norden Argentiniens
Sonntag, 10.04.2016 06:30 Uhr
arte
Sonntag
10.04.2016
06:30 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

"El Tren a las nubes" - "der Zug in die Wolken" bringt seine Passagiere in die überwältigende Landschaft der argentinischen Puna. Die 16-stündige Reise beginnt in der Provinzhauptstadt Salta auf 1600 Meter und führt hinauf in die Anden-Kordilleren. Höhepunkt der Bahnfahrt ist der Umkehrpunkt hinter dem Viadukt Polvorilla auf 4200 Meter Höhe.
Der Ramal C 14, wie die Strecke in Argentinien genannt wird, zählt zu den höchsten und eindrucksvollsten Schienenwegen der Welt. Eröffnet wurde sie 1948 als Güter- und Personenzugstrecke bis an die Grenze zu Chile, wo sie auf dortiger Seite zur Küstenstadt Antofagasta weitergeführt wurde. Geplant hat sie der amerikanische Eisenbahningenieur Richard Maury. Der Film lädt ein zu einer Reise mit dem Touristenzug "Tren a las nubes" und macht mit den nordargentinischen Provinzen Salta und Jujuy bekannt.
In einer so genannten Pena, einer traditionellen Musikkneipe, wird zunächst einmal auf das argentinische Lebensgefühl eingestellt. Auch auf dem Reiseplan steht unter anderem der Besuch der einstigen Kolonialstadt Salta, ihrer Drahtseilbahn und ihres Eisenbahnmuseums. Bei einem Abstecher in die Valles des Chalchaquiès, eine riesige Tälerkette, geht es in den Nationalpark Los Cardones, wo Tausende von Kandelaberkakteen stehen - "Wächter", wie die Einheimischen sagen.
In einem der Hochtäler werden die vom Aussterben bedrohten Vicunas gezüchtet, eine neben den Lamas und Guanakos wegen ihrer Wolle sehr begehrte Spezies der "südamerikanischen Kamele". Davon abhängig sind auch die Kunsthandwerker der Region. In einer Schule im Dorf Molinos werden Kinder in den traditionellen Fertigkeiten unterrichtet.
Unbedingt empfehlenswert ist der Besuch des Weingutes Colomé mit dem höchsten Weinanbau der Welt. Hier kann man einen Malbec verkosten, der vor über 160 Jahren von Frankreich nach Argentinien verpflanzt wurde. Ebenfalls einzigartig und ungewöhnlich in Colomé: ein Museum, das hier eigens für den amerikanischen Künstler James Turrell errichtet wurde.
Über die drittgrößten Salzseen der Welt, die Salinas Grandes, gelangt man in die Quebrada de Humahuaca, eine gewaltige Schlucht, die aufgrund ihrer farbenprächtigen Felsformationen auf der Liste des Unesco-Weltkulturerbes steht. Einstmals fuhr auch hier ein Zug, ein Umstand, den sich der weit über die Grenzen Argentiniens bekannte Musiker Fortunato Ramos wieder zurückwünscht: eine Eisenbahn im Norden Argentiniens nicht nur für zahlkräftige Touristen, sondern für die Menschen, die in dieser wunderschönen, aber harten Landschaft leben.
Ein Film von Susanne Mayer-Hagmann

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 10.04.2016 um 06:30 Uhr auf arte.