Nach 1990 mussten sich die Konsum-Betreiber dem Wettbewerb der westdeutschen Supermarktketten stellen. Dem waren aber nicht alle gewachsen. Von den über 200 Konsum-Genossenschaften gab es im Sommer 1992 nur noch neun. Unter denen, die Insolvenz anmelden mussten, war auch der Konsum in Halle. Ein Anwalt aus München hatte ihn abgewickelt und dafür üppiges Honorar von über zwölf Millionen D-Mark verlangt. Das war ein Skandal.
Die überlebenden Konsumgenossenschaften fusionierten Mitte der 1990er-Jahre, stellten sich neu auf und können sich bis heute am Markt behaupten. Darunter sind die in Burg-Genthin-Zerbst, in Leipzig und Dresden. Letztere expandierte 2007 sogar gen Westen und eröffnete in Franken die erste Filiale. Der Film schaut sich die Konsum-Betriebe von heute an und geht auf die Suche nach dem Image. Er gilt vielerorts als teuer. Ein Preischeck soll herausfinden, ob das stimmt. Zudem wirft der Film einen Blick auf die Arbeitssituation der Konsum-Mitarbeiter.
Das MDR-Magazin "Umschau" setzt sich kritisch mit Veränderungen in der Lebenswirklichkeit der Menschen - vor allem in Ostdeutschland - auseinander. Im Fokus der Sendung stehen Themen u.a. aus den Bereichen Wirtschaft, Verbraucher und Soziales.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 29.03.2016 um 20:15 Uhr auf MDR.