Man geht davon aus, dass damals in Anuradhapura bereits über 100.000 Menschen lebten, hochzivilisiert und modern, auf einer Fläche von über 40 Quadratkilometern. Für die Wasserversorgung dieser Trockenregion im Norden Sri Lankas wurden künstliche Seen angelegt, die den Monsunregen speicherten und die Bewässerung der Reisfelder regulierbar machten. Anuradhapura war eine blühende antike Metropole - bis sie im 11. Jahrhundert nach verlorenem Krieg aufgegeben und verlassen wurde.
Nur der Bodhi-Baum, die Wurzel des buddhistischen Glaubens in Sri Lanka, wurde gepflegt und geschützt. Er gilt als der älteste historisch dokumentierte Baum der Welt und ist bis heute das Ziel vieler Pilger. Die antiken Stadtruinen, Monumente und Klöster werden seit mehr als 100 Jahren erforscht, freigelegt und restauriert. Aber noch gibt diese archäologische Stätte einer frühen buddhistischen Zivilisation viele Rätsel auf.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 03.04.2016 um 06:45 Uhr auf NDR.