Familie Schirmer hatte bereits zwei gesunde eigene Kinder, Michel und Sally. Dazu kam das Geschwisterpaar Lea und Fabian, deren leibliche Eltern nicht in der Lage waren, für sie zu sorgen. Das Ehepaar Marchner hat zwei Buben bei sich aufgenommen: Jonas haben die Marchners bereits adoptiert und kämpfen nun darum, auch das schwerbehinderte Pflegekind Justin adoptieren zu dürfen. Zu den Schwierigkeiten im Alltag kommen manchmal auch noch Konflikte mit den Behörden und die Ungewissheit, ob die Kinder dauerhaft bleiben können.
Was sind die Beweggründe von Familien, freiwillig für "fremde" Kinder mit Handicap so viel Verantwortung und Mühe auf sich zu nehmen? Die Schirmers und die Marchners meinen "Man liebt sie, als wären's die eigenen …" und "Die Kinder geben uns unendlich viel Liebe zurück!" Eine besondere Form des bürgerschaftlichen Engagements ist es, wenn Familien sich bereit erklären, Pflegekinder bei sich aufzunehmen. Während Adoptiveltern für die adoptierten Kinder dieselben Rechte haben wie leibliche Eltern, sind die Rechte von Pflegeeltern eingeschränkt. Es geht hier vor allem darum, die Erziehungsaufgabe auf unbestimmte Zeit zu übernehmen - etwa wenn die leiblichen Eltern das derzeit nicht leisten können. Oft ist die Aufnahme eines Pflegekindes aber auch die Vorstufe für eine Adoption.
STOLPERSTEIN zeigt Beispiele, wie wir dazu beitragen können, Menschen mit Behinderung nicht mehr auszugegrenzen. Die Themen handeln von sozialer und beruflicher Integration sowie von Barrierefreiheit im privaten und öffentlichen Umfeld: Damit Menschen mit Handicap zukünftig am gesellschaftlichen Leben ungehindert teilnehmen können.
Ein Film von Beatrice Sonhüter
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 25.03.2016 um 10:45 Uhr auf BR.