Der größte europäische Malerbetrieb in Familienhand hat seinen Stammsitz in Reutlingen. Heinrich Schmid gründete den Betrieb in Metzingen im Jahr 1914. Sein Sohn Heinrich hat den Betrieb in Reutlingen groß gemacht, und Carl-Heiner, der Enkel, führt ihn seit 1984. Carl Heiner setzt auf Wachstum und hat das Familienunternehmen zu einem Konzern mit 4.000 Mitarbeitern, 500 Auszubildenden und mehr als hundert Standorten in Deutschland, Spanien, Österreich und der Schweiz ausgebaut.
Die Mitarbeiter sind die Visitenkarte des Unternehmens. Farbflecke auf der Hose oder ein verschmutztes Polohemd, das gefällt dem 74-Jährigen nicht. Carlo Schmid hat als jüngster Sohn der Malerdynastie nach dem Abitur eine Lehre zum Gipser und Stuckateur begonnen. Seine beiden älteren Brüder Heinrich und Max arbeiten als Gesellschafter im Betrieb. Die Zufriedenheit beim Kunden überlässt der Branchenprimus nicht dem Zufall. Nicht nur Malerbetrieb, sondern Dienstleister, will die Firma sein. Baustellenbegleiter beraten, sorgen für eine interne Kontrolle und sichern die Qualität.
Die eigene Weiterbildungsakademie wirbt mit Angeboten für den Lehrling und den Niederlassungsleiter. "Abschluss mit Anschluss", lautet das Motto. Carl-Heiner Schmid hat das Unternehmen vom Rand der Schwäbischen Alb bis an die Spitze Europas gebracht. Eine gelungene Synthese von Handwerk und Kunst hat er überdies durch die Sanierung des Weinstetter Hofs geschaffen, der zu einem Ort für Ausstellungen, Vorträge und Konzerte geworden ist. "Welcher Malerbetrieb schafft das schon", sagt Carl-Heiner Schmid stolz.
Die 30-minütige Wirtschaftsreihe "made in Südwest" stellt Weltmarktführer und herausragende wissenschaftliche Leistungen im SWR Fernsehen in Baden-Württemberg vor .
Autor: Reinhard Schneider\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 23.03.2016 um 18:15 Uhr auf SWR.