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HEIMATJOURNAL

Heute aus Brandenburg - Guben
Samstag, 12.03.2016 10:30 Uhr
RBB
Samstag
12.03.2016
10:30 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Nicht nur eine Brücke verbindet Guben wieder mit der polnischen Zwillingsstadt Gubin. Die Menschen gehen diesseits und jenseits der Brücke einkaufen, zum Arzt und ins Restaurant, leben gemeinsam ihren Allltag. Seit der Wende ist Guben komplett saniert worden. Die einst graue Maus am Rand der DDR, genannt Wilhelm-Pieck-Stadt Guben, ist heute ein buntes Städtchen mitten in Europa. Allerdings hat die Medaille eine Kehrseite. Die Stadt hat viel Industrie verloren, wie die Hut- und Textilfabriken. Sänger Heinz-Rudolf Kunze hat hier seine Wurzeln. Er zeigt Ulli Zelle seine Lieblingsecken.

* Theater auf der Insel in Guben

Ein großer prächtiger Bau mitten in der Neiße auf einer Insel sollte den Hunger der wohlhabenden Gubener nach Theater und Kultur stillen. 1874 wurde das Schauspielhaus eröffnet. Namhafte Künstler waren hier engagiert, wie Max Reinhardt, Gret Palucca, Eduard von Winterstein, Werner Kraus. Der letzte Vorhang fiel lange vor Kriegsende 1945. Das Haus überstand zwar den Krieg unbeschadet, aber brannte im September 1945 ab.

* Vom Hutmuseum zu den Hutmachern

Wo einst Hüte hergestellt wurden, befinden sich heute heute das Gubener Rathaus, die Stadtbibliothek, die Musikschule und ein Industriemuseum, das der Gubener Hutgeschichte ein originelles Denkmal setzt. „Gubener Hüte – weltbekannt durch ihre Güte“ – der Spruch stimmt heute noch. Fast, denn für den weltweiten Versand reichen die Stückzahlen aus der Näherei von Petra Kubec und Heidemarie Höhne nicht aus. Mit großer Begeisterung versuchen die beiden, die Hutmacher-Tradition in Guben aufrecht zu erhalten.

* `Von der Villa zum Ratskeller

In die Architekturgeschichte ging Guben ein als Ludwig Mies van der Rohe, der weltberühmte deutsch-US-amerikanischen Architekt, hier sein modernes Erstlingswerk errichtete. Am rechten Neiße-Ufer baute er für den Tuchfabrikanten Erich Wolf eine avantgardistische Villa, die 1945 zerstört wurde. Ein deutsch-polnisches Archtiekten- und Wissenschaftlerteam will die Villa Wolf in Gubin wieder an alter Stelle errichten. Nicht nur, weil man von hier aus einen schönen Blick auf die beiden Städte hat. Und der Weg in den Gubiner Ratskeller nicht weit ist, wo auch gern die Gubener einkehren, wie der Gubiner Bürgermeister Ulli Zelle und Heinz-Rudolf Kunze zu berichten weiß.
Die Kieze in Berlin, die wunderschönen Landschaften Brandenburgs, kuriose Geschichten und die Lust am Entdecken machen einfach gute Laune. Carla Kniestedt und Ulli Zelle sind für Sie unterwegs in Berlin und Brandenburg.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 12.03.2016 um 10:30 Uhr auf RBB.