In den Bergen von West-Papua hat die wieder die Saison des Laubenbauens begonnen. Welches Männchen wird diesmal die größte Anerkennung für seine Bauten bekommen? Erschöpft sich die Bemühung um ein Weibchen tatsächlich nur im gelungenen Rendezvous in der Laube? Oder steckt hinter dieser Form der Vielehe, die die meisten Laubenvögel praktizieren, gar eine sinnvolle evolutionäre Strategie? In den Bergen von West-Papua hat die wieder die Saison des Laubenbauens begonnen. Welches Männchen wird diesmal die größte Anerkennung für seine Bauten bekommen? Erschöpft sich die Bemühung um ein Weibchen tatsächlich nur im gelungenen Rendezvous in der Laube? Oder steckt hinter dieser Form der Vielehe, die die meisten Laubenvögel praktizieren, gar eine sinnvolle evolutionäre Strategie? Frühe Besucher von Papua-Neuguinea hielten die hüttenähnlichen Gebilde, die oft weit über einen Meter im Durchmesser und in der Höhe sind, für Spielhäuschen von Kindern aus nahegelegenen Dörfern. Erst Naturforscher konnten schließlich erklären, dass es sich um zentrale Orte des Balzspiels von Vögeln handelt. Sie bekamen den Namen "Laubenvögel". Das unterschiedliche Vorgehen beim Bau der Balzstätte führte zu leicht verniedlichenden Einteilungen wie "Tennenbauer", "Allee-" oder "Maibaumbauer". Das Gegenteil wissenschaftlicher Herangehensweise verkörpern Beschreibungen der Lauben als "sekundäre Geschlechtsmerkmale". Dahinter steht die Annahme, dass - anders als bei den verwandten Paradiesvögeln - weniger die extremen Formen und Farben des Gefieders im Laufe der Entwicklungsgeschichte zum Zuge gekommen sind, sondern eben externe Konstruktionen von Balz- und Paarungsorten, wie sie in der Tierwelt beispiellos sind.
Autor: Eberhard Meyer\nKontakt: Angela Schmid\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 27.02.2016 um 18:00 Uhr auf ARD alpha.