Wer glaubt, Krebs sei eine Krankheit des Alters - der irrt. Jedes Jahr werden mehrere Tausend junge Erwachsene mit der Diagnose Krebs konfrontiert. Die Servicezeit hat vier junge Männer und Frauen getroffen, denen genau das passiert ist. Alle ungefähr zwischen 20 und 30.
Der Krebs hat den Start in ihr Leben gehörig vermasselt - und die Folgen bekommen sie ihr Leben lang zu spüren. Oft stehen sie allein mit ihren Problemen und Ängsten vor den Langzeitfolgen und neuen Krebserkrankungen. Sie wissen oft nicht, ob sie noch Kinder bekommen können, ob sie eine Ausbildung oder ihr Studium schaffen, oder ob sie überhaupt einen Beruf finden - oder einen Partner fürs Leben.
Dabei sind die medizinischen Prognosen gut: mehr als 80% der jungen Erwachsenen werden geheilt. Chemotherapie ist immer noch Standard. Neuerdings werden aber gerade auch in NRW vermehrt Studien mit neuen Wirkstoffen durchgeführt. Die greifen entweder gezielt am Tumor an oder stimulieren das körpereigene Immunsystem. "Personalisierte Medizin" wird das genannt und die Wissenschaftler sind zuversichtlich, dass auch junge Erwachsene künftig von davon profitieren werden.
Autor: Monika Härle\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 26.02.2016 um 18:15 Uhr auf WDR.