2025 handeln El Salvadors Präsident Nayib Bukele und Donald Trump einen Deal aus: El Salvador nimmt in seinem Megagefängnis CECOT Abschiebehäftlinge aus den USA auf. Was steckt dahinter? Für Trump eine günstige Abschiebemöglichkeit, für Bukele ein lukrativer Deal. Doch er soll dazu die Auslieferung von salvadorianischen Bandenchefs gefordert haben. Aussagen vor US-Gerichten könnten ihm nach Recherchen der Zeitung "El Faro" gefährlich werden. Nach seinem Amtsantritt 2019 gelingt es Nayib Bukele binnen kurzer Zeit, die Mordrate in El Salvador nach Regierungsangaben dramatisch zu senken. Doch mit welchen Maßnahmen? Mit "mano dura" - einer Sicherheitspolitik der "harten Hand" - greift Bukele seit März 2022 durch. Er verhängte in El Salvador den Ausnahmezustand, der bis heute anhält. Diese Notfallmaßnahme räumt Bukele weitreichende Befugnisse ein: Willkürliche Massenverhaftungen sind an der Tagesordnung - rund 80.000 Erwachsene und Jugendliche seien laut der Regierung von El Salvador seitdem inhaftiert worden, viele allerdings ohne ordnungsgemäßes Verfahren. Dass es dabei nach Schätzungen der NGO Socorro Jurídico Humanitario auch rund 20.000 Unschuldige trifft, nimmt die Bevölkerung und die Regierung in Kauf. El Salvador ist damit das Land mit der weltweit höchsten Inhaftierungsrate, gilt nun aber als eines der sichersten Länder Lateinamerikas. Die Erleichterung über mehr Ruhe und Ordnung in den Gemeinden scheint gegenüber der Bedenken zu überwiegen. Viele der festgenommenen Bandenmitglieder landen in CECOT, dem modernen Megahochsicherheitsgefängnis für "terroristische Gefangene". Es fasst bis zu 40.000 Menschen. Ein riesiger Betonbau, gesichert von Stacheldrahtzäunen, Stahltoren und schwer bewaffneten Wächtern. Die Haftbedingungen sind extrem, die Ausstattung minimal. Es gibt keinen Kontakt zur Außenwelt.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 25.10.2026 um 10:30 Uhr auf ZDFinfo.