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Länder-Menschen-Abenteuer

Von Tahiti zu den Marquesas-Inseln
Samstag, 24.10.2026 15:45 Uhr
BR
Samstag
24.10.2026
15:45 Uhr
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Bildquelle: ARD Foto
Bildquelle: ARD Foto

Um die Menschen auf den abgelegenen Inseln von Französisch-Polynesien mit allem zu versorgen, was sie nicht selber herstellen können, macht sich alle zwei Wochen die Aranui, ein kurioser Zwitter aus Fracht- und Kreuzfahrtschiff, auf den weiten Weg durch das unendliche Blau des Pazifischen Ozeans.
Der erste Stopp der Aranui: das Tuamotu-Archipel, auf halber Strecke gelegen. Hitirere Raioaoa wartet schon sehnsüchtig auf die Ankunft des Fracht- und Kreuzfahrtschiffs. Als Köchin der einzigen Pension des Dorfes Fakarava ist sie auf die Lieferungen der Aranui angewiesen. Frische Lebensmittel wie Obst und Gemüse bekommt sie nur aus Tahiti, da der Boden auf Tuamotu fast gänzlich aus Koralle besteht. Dafür mangelt es nicht an Fisch, den sie in ihrer malerischen Außenküche auf einem Steg zubereitet.
Für Teki Tautetua ist das Leben auf See eine Art Zuhause. Er ist einer der Dienstältesten Crew-Mitglieder auf der Aranui. 1.400 Kilometer pro Strecke, was für die Touristen an Bord eine außergewöhnliche Reise über den größten Ozean der Welt bedeutet, ist für Teki Alltag.
540 Seemeilen vom Tuamotu-Archipel liegen die Marquesas, ein größtenteils unberührtes Naturparadies mit dichtem Wald, hohen Basaltkegeln und einer tosenden Meeresbrandung. Auch hier, in einer der abgelegensten Regionen der Erde, hat die Moderne längst Einzug gehalten. Doch die meisten Marquesianer haben auch in Zeiten der Globalisierung ihre Traditionen nie aus dem Blick verloren. Wie zum Beispiel Tefa Yuen. Zwischen den Steinskulpturen und Tempelruinen Hiva Oas lebt er als Imker und Wildschweinjäger.
In der kleinen, felsigen Bucht Fatu Hivas wird die Aranui schon sehnsüchtig erwartet. 300 Säcke Kies sollen geliefert werden, um die einzige Straße der Insel auszubauen. Das Problem ist nur, dass die Insel keinen einzigen Kai besitzt, an dem das Schiff anlegen könnte. So muss unter Leitung von Roger Halua ein Lastkahn zu Wasser gelassen werden, um die tonnenschweren Kiessäcke an Land transportieren zu können.
Fernab des Hafens und des dörflichen Trubels lebt Sara Vaki. Sie beherrscht die uralte Kunst, aus Baumrinden Stoff herzustellen: Tapa. Durch Klopfen, Schlagen und Verfilzen fertigt sie aus Rindenbast aus der Borke bestimmter Bäume Stoffe, die sie anschließend kunstvoll bemalt.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 24.10.2026 um 15:45 Uhr auf BR.