

Die Aufnahmen vom Tod der US-Amerikanerin Renée Good, die von einem Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE erschossen wurde, gingen in Windeseile um die Welt. Dass sie nicht zur Aufklärung des Tathergangs beitragen konnten, sondern vielmehr die unterschiedlichsten Deutungen nährten, lässt Zweifel an der Beweiskraft von Bildern aufkommen.
Das im Querformat gedrehte Handy-Video entstand am 7. Januar 2026 zwischen 9.36 und 9.41 Uhr. Es zeigt, wie ein Beamter der US-Einwanderungsbehörde ICE auf die Renée Good schießt, die am Steuer eines braunen SUV sitzt. Manche interpretieren die Tat als Notwehr, andere als einen eklatanten Fall von Polizeigewalt. Francesco Sebregondi, Direktor der im Kampf gegen staatliche Gewalt engagierten NGO Index Investigation, hat zahlreiche Aufnahmen des Dramas zusammengetragen, um den Tathergang so objektiv wie möglich nachvollziehen zu können. Antoine Marie, Spezialist für politische Psychologie, erläutert an diesem Beispiel das Konzept der Postfaktizität.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 04.03.2026 um 03:30 Uhr auf arte.