Die Geschichte der GIs in Norddeutschland begann im April 1945. Bremen war zu 59 Prozent, Bremerhaven zu 56 Prozent zerstört. Schon vor Kriegsende war klar, dass Bremen und Bremerhaven amerikanische Enklaven werden sollten. Die Amerikaner brauchten einen Hafen an der Küste. Über Jahrzehnte spielte Bremerhaven als "Port of Embarkation" eine zentrale Rolle in Europa. Hunderttausende GIs und sämtlicher Nachschub der US-Armee landeten hier an. Bremen nannte sich stolz "Vorstadt von New York", doch Bremerhaven war der "Vorort von New York".
Anfangs war das Verhältnis zwischen Besatzern und Besetzten zerrüttet - wie sollte es anders sein. Die Amerikaner machten sich nicht beliebt, als sie über 4000 Wohnungen in Bremen und Bremerhaven beschlagnahmten. USA übersetzten die Bremer spöttisch mit: Uhren stehlen sie auch! Es kam auch nicht besonders gut an, dass die Amerikaner im altehrwürdigen Bremer Ratskeller "GI Joe's Bar" einrichteten und am Ende 400.000 Flaschen edelster Wein in den Beständen fehlten. Do
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 04.05.2024 um 12:00 Uhr auf NDR.