

Am Pariser Quai St. Michel im 5. Arrondissement steht seit 2019 eine kleine Stele, die an ein Massaker an „vielen Algeriern“ erinnert, das hier am 17. Oktober 1961 stattfand. Es ist ein wenig bekanntes Datum, das lange lieber verschwiegen als erinnert wurde.
Nach einem Aufruf der Nationalen Befreiungsfront (FLN) demonstrierten an jenem Tag zwischen 20.000 und 30.000 Franzosen algerischer Herkunft friedlich in Paris gegen den Algerienkrieg. Auf Anordnung des Pariser Polizeipräsidenten Maurice Papon, der als hoher Vichy-Beamter verantwortlich für die Transporte von Juden aus Frankreich in die Vernichtungslager war, gingen die Ordnungshüter mit äußerster Brutalität gegen die Demonstranten vor. Der Krieg in Nordafrika war im Zentrum von Frankreich angekommen.
12.000 Menschen wurden in der Folge verhaftet, etwa 500 nach Algerien deportiert. Offiziell starben 30 Personen. Viele Historiker gehen jedoch von Hunderten von Toten aus: erschossen, erschlagen, in die Seine geworfen. Getötet von der Polizei de
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 11.04.2024 um 05:05 Uhr auf arte.