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Kontrovers

Wegen Armut in Haft – Ist die Ersatzfreiheitsstrafe angemessen?
Mittwoch, 30.07.2025 21:15 Uhr
BR
Mittwoch
30.07.2025
21:15 Uhr
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Wer wegen Schwarzfahrens zu einer Geldstrafe verurteilt wird und die nicht zahlen kann, dem droht Gefängnis. Das trifft vor allem Menschen in Armut. Was bedeutet die Haft für Betroffene und wie argumentieren Befürworter der Ersatzfreiheitsstrafe?


Wer eine Geldstrafe nicht bezahlen kann, dem droht in Deutschland Gefängnis, die sogenannte "Ersatzfreiheitsstrafe". Der häufigste Anwendungsfall ist "Schwarzfahren". Betroffene sind oft arbeitslos, verschuldet, in schwierigen Lebensverhältnissen. Die Gesetzesregelung ist deshalb umstritten.

Zudem kosten die Gefängnisstrafen am Ende den Steuerzahler – und binden Ressourcen der Justiz sowie der Polizei. Kontrovers – Die Story ist unterwegs mit der Bundespolizei in Würzburg, die im Schnitt sechsmal täglich wegen "Fahrgelddelikten“ ausrücken muss.

Wie kann verhindert werden, dass Menschen am Ende deswegen in Haft kommen? Damit befassen sich verschiedene Projekte wie etwa "Schwitzen statt Sitzen", Sozialstunden statt Haft – für manche eine Lösung im allerletzten Moment. Wer schon in Haft sitzt, den versucht eine Initiative aus Berlin freizukaufen.

Kontrovers – Die Story begleitet eine Freikauf-Aktion und trifft Menschen, denen Haft droht oder die bereits inhaftiert waren. Wer kommt wegen Geldstrafen ins Gefängnis? Ist die Ersatzfreiheitsstrafe ein nötiges Strafmittel oder bringt sie Armut hinter Gitter?

Textquelle: ARD Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 30.07.2025 um 21:15 Uhr auf BR.