* "Typisch Emil" - Ein Dokumentarfilm erzählt die Geschichte des Schweizer Kabarettisten Emil Steinberger
Er ist im Januar 92 Jahre alt geworden und natürlich ist es im letzten Jahrzehnt etwas stiller um Emil geworden. Aber es gab Zeiten, da wußte nicht nur die übergroße Mehrheit der Schweizer, sondern auch die Deutschen - in West und Ost - um wen es beim Namen Emil geht: Der grandiose Schweizer Komiker Emil Steinberger schuf Figuren, deren Ringen mit den kleinen und großen Herausforderungen des Alltags oder den Tücken der Technik offenbar nicht nur dem schweizerischen, sondern auch dem deutschen Wesen einen Spiegel vorhielt. Ottfried Fischer hat einmal gesagt: "Er ist der Grund, warum wir die Schweiz lieben". Steinberger feierte riesige Erfolge in beiden Teilen Deutschlands - seine Auftritte im DDR-Fernehen, seine Schallplatten, die im Osten natürlich Bückware waren, machten ihn auch in der DDR zur Legende.
Nun kommt am 19. Juni ein Film über Steinberger in die Kinos: "Typisch Emil" ist ein zärtlicher Blick auf seine Kunst, aber auch auf sein privates Leben. Und natürlich fehlen nicht seine Auftritte im "Kessel Buntes" und in der Berliner "Distel". Dort hat "artour" Emil Steinberger zum Gespräch getroffen - über sein Leben und den Film darüber sowie die Kunst, Menschen zum Lachen zu bringen.
* Screen Time - Ausstellung über die Videokunst in Leipzig seit 1990
Die "Leipziger Schule" mit ihren Malerfürsten Heisig, Mattheuer und Tübke und nach dem Mauerfall die "Neue Leipziger Schule" - allen voran Neo Rauch - prägten den Ruf Leipzigs als Stadt der Malerei. Dass hier aber auch eine andere Kunstform - die Videokunst - seit über 30 Jahren erfolgreich ist, das fand manchmal etwas zu wenig Beachtung im Schatten des großen Ruhms der Malerei. Seit Anfang der 1990er Jahre gibt es einen Studiengang Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Die Ausstellung "Screen Time. Videokunst in Leipzig seit 1990" versteht sich nicht nur als Retrospektive. Arbeiten von fast 20 Künstlern dreier Generationen werden gezeigt. Ihre Videos und Videoinszenierungen stehen exemplarisch für ein großes Spektrum: vom technischen Flimmern und Pulsieren über genau komponierte, "epische" Bilder bis hin zur Fiktion. Politische Ambition und formale Analyse ergänzen sich. Wie kritisch ist die Videokunst? Reflektiert die Ausstellung "Screen Time" bereits die neueren Diskussionen, die "Bildschirmzeit", die "Screen Time" strikt zu begrenzen?
(Autor: Meinhard Michael)
* Deutschlands kleinstes Stadttheater in Naumburg hat eine neue Spielstätte
In Naumburg geschah vor einiger Zeit in aller Stille ein Wunder: Eine Naumburgerin hatte in ihrem Testament verfügt, dass die Stadt eine Million Euro erben soll und festgelegt, dass das Geld für ein Kulturdenkmal ausgegeben werden soll. Der alte Schlachthof in Naumburg war verfallen und die Stadt organisierte auf geschickte Weise weitere 3,8 Millionen Euro und in nur drei Jahren wurde durch die Sanierung des Schlachthofgebäudes eine neue Spielstätte für das kleinste Stadttheater Deutschlands geschaffen. Vor kurzem war Eröffnung und mit "Odysseus Abenteuer" war jetzt im Juni eine weitere Premiere im neuen Haus. Ein außergewöhnlicher Ort für eine kleine Stadt wie Naumburg und ein wunderbares Zeichen in Zeiten von ständigen Kulturkürzungen.
(Autorin: Lilli Klinger)
* Dresdens weltberühmte Palucca-Schule wird 100
Grazie ist harte Arbeit. Und die "Palucca" eine Schule wie keine andere: Die einzige Tanz-Universität Deutschlands. Keine andere Schule bietet neun Jahre Tanz-Komplettausbildung. Wer mit zehn Jahren hier anfängt, hat beste Chancen, mit 19 als Profitänzer abzugehen. Die Schule ist nach ihrer Gründerin benannt: Gret Palucca. In den 1920er Jahren gehörte sie zu den Wegbereiterinnen des modernen Tanzes. Mit nur 23 Jahren gründete sie 1925 ihre eigene Tanzschule in Dresden. 100 Jahre später ist die Palucca-Schule eine internationale Spitzenadresse. Ein Ausbildungstempel für künftige Stars auf den größten Tanzbühnen der Welt. Fast 200 Schüler und Studenten aus der ganzen Welt lernen hier. - Die Palucca-Schule im 100. Jahr: Am 19. Juni sendet der MDR eine 45 Minuten-Dokumentation zum Jubiläum.
(Autor: Lutz Pehnert)
* Kulturkalender:
- Bachfest Leipzig mit Bach als Avatar - 12. bis 22. Juni
- "Herausgeforderte Gemeinschaft"- Jubiläumsausstellung im Kunstmuseum Magdeburg - Eröffnung am 15. Juni
- "Was ihr wollt", Nationaltheater Weimar - Premiere am 15. Juni
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 13.06.2025 um 01:25 Uhr auf MDR.