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phoenix history

Zum Holocaust-Gedenktag
Sonntag, 21.01.2024 14:00 Uhr
phoenix
Sonntag
21.01.2024
14:00 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild


* Wie "Holocaust" ins Fernsehen kam

Film von Alice Agneskirchner, WDR 2019
Nach vierzig Jahren wurde "Holocaust" im Januar 2019 wieder ausgestrahlt. Die Filmemacherin Alice Agneskirchner erzählt die Geschichte dieses Fernseh-Ereignisses, von der Entstehung und den Dreharbeiten über die Ausstrahlung bis zu den Reaktionen in Deutschland. Ein "Making of" der besonderen Art.
1978/79 wird eine US-Serie zum weltweiten TV-Ereignis: "Holocaust". Als sie nach Deutschland kommt und unter Federführung des WDR in den Dritten Programmen der ARD ausgestrahlt wird, löst sie ein ungeahntes Echo aus. Das, was mit dem bis dahin für viele unbekannten Wort 'Holocaust' ausgedrückt wird, trifft Millionen Menschen dort, wo bisher die unfassbaren Schrecken der eigenen und kollektiven Vergangenheit nicht zugelassen worden waren – mitten ins Herz.

* Anne Franks Wiener Stiefschwester

Das Mädchen, das überlebte
Film von Robert Gold, ORF 2021
Die Geschichte Anne Franks ist weltweit bekannt. Viele wissen aber, dass Anne eine Freundin und Stiefschwester aus Wien hatte. Ihr Name: Eva Geiringer. Eva aber überlebte Auschwitz und wohnt heute in London. Mit 90 Jahren kehrte sie nun erstmals an die Orte ihrer Kindheit zurück.
Das Mädchen, das überlebte. Eva Geiringer wurde 1929 in Wien geboren, im selben Jahr wie ihre spätere Stiefschwester Anne Frank. Die Verfolgung durch die Nationalsozialisten machte aus den beiden Mädchen Leidensgenossinnen, Anne aus Frankfurt und Eva aus Wien. Evas Familie floh 1938 vor den Nationalsozialisten über Belgien nach Amsterdam, wo sie im selben Wohnblock wie die aus Deutschland geflohene Familie Frank lebte. Die Geiringers und die Franks waren befreundet, die Mädchen verbrachten Zeit miteinander.

* Jahrhundertzeugen: Eva Erben

Eine Graphic-Novel-Erzählung
Film von Martin Priess, phoenix 2024
Wie in allen Folgen zuvor bildet das Zeitzeugengespräch die Grundlage für die zweite Ebene dieser nun sechsten Ausgabe der Jahrhundertzeugen auf phoenix. Ebenso wie in den ersten fünf Folgen haben auch hier die beiden renommierten Illustratoren und Graphic-Novellists Reinhard Kleist und Matthias Lehmann in Zusammenarbeit mit dem Autor viele Szenen der mündlichen Erzählung Eva Erbens zeichnerisch respektvoll und mit Zustimmung der Zeitzeugin umgesetzt und szenisch animiert. So ist eine beindruckende und bewegende Oral-Graphic-Biography der Jahrhundertzeugin Eva Erben entstanden, die nachdem sie ihr Schweigen brach, gegen das kollektive Vergessen und gegen einen neu aufkommenden Antisemitismus kämpft.
Sie ist eine der letzten Überlebenden der Shoah: Die 1930 in der Tschechoslowakei geborene Eva Erben wurde als junges Mädchen mit ihren Eltern von den Nationalsozialisten erst in das Ghetto und Konzentrationslager Theresienstadt und dann nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Auf dem Todesmarsch entkam sie ihren Peinigern und überlebte die letzten Monate des Krieges im Versteck. Wie viele andere Opfer hat auch Eva Erben lange geschwiegen.
Heute ist sie sehr engagiert in der Erinnerungsarbeit und im Kampf gegen den Antisemitismus, den sie auf schreckliche Weise durch den Überfall der Hamas am 7. Oktober 2023 auf ihre Heimat im Süden Israels ein weiteres Mal in ihrem Leben sehr nah und direkt erleben musste.
Anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages am 27. Januar 2024 zeigt phoenix die sechste Folge seiner Reihe Jahrhundertzeugen, die die dramatischen Erinnerungen von Holocaust-Überlebenden als Graphic-Novel-Erzählung dokumentiert.
Eva Erben schildert in ihrem Jahrhundertzeugen-Gespräch auf anschauliche und tief ergreifende Weise den Entrechtungsprozess, dem die Juden durch die Nationalsozialisten auch in ihrer Heimat ausgesetzt waren. Sie schildert die Jahre im Ghetto Theresienstadt und die permanente Konfrontation mit Leid und Tod in Auschwitz ebenso wie auf dem Todesmarsch.
In „phoenix history“ erinnern wir an herausragende historische Ereignisse und Entwicklungen, mit deren Vermittlung und Einordnung phoenix einen wichtigen Beitrag zur Meinungsbildung leistet. Von der Antike bis zur aktuellen Zeitgeschichte spannt sich der Erinnerungsbogen. Auf diesen historischen Zeitreisen zeigen wir klassische Dokumentationen, Reportagen im Stil einer historischen Spurensuche bis hin zu großen zeitgeschichtlichen Doku-Dramen. Mit dieser Vielfalt der Formen wollen wir komplexe Themen besser verständlich machen.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 21.01.2024 um 14:00 Uhr auf phoenix.