

Vergleichsweise schlechte Böden, schwierige Hanglagen und kleinteilige Flächen erschwerten den großflächigen Ackerbau. Streuobstwiesen dagegen fanden überall ihren Platz und machten einst die Region zur Wiege des Obstbaus im süddeutschen Raum. Ortsnamen wie Effeltricht und Affalterthal, die sich von althochdeutschen Wörtern für Apfelreich, Apfelanbau ableiten, zeugen von der langen Tradition.
Alte Sorten wie die "Gräfin von Paris" (Birne), die Hedelfinger Riesenkirsche oder der Wettringer Taubenapfel erinnern an den einstigen Austausch mit Produzenten weit über die Region hinaus. Doch die Pflege war und ist mühsam, der Arbeitsaufwand kaum rentabel. Und trotzdem finden sich wieder immer mehr Liebhaber der Streuobstwiese, die mit neuen Wegen die alten Sorten und die Anbauweise zu retten versuchen.
Ein Film-Porträt über die Streuobstwiese und ihre Bewahrer – zu sehen in der Reihe "Bayern erleben" im BR Fernsehen und ab da jederzeit in der ARD Mediathek abrufbar.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 20.11.2023 um 21:00 Uhr auf BR.